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24. Juni 2026
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Neustart mit Sinn: Wie der Quereinstieg in die Jugendhilfe gelingen kann

Benedikts Erfahrungen in der PivA-Ausbildung

Vom Garten- und Landschaftsbau in eine Wohngruppe der Vitos Teilhabe: Benedikt Schnell hat den Schritt in einen sozialen Beruf gewagt – und genau das gefunden, was er gesucht hat. Im Interview berichtet er, warum der Quereinstieg über die PivA-Ausbildung eine echte Chance ist.

Warum hast Du Dich für die PivA-Ausbildung bei uns in der Jugendhilfe entschieden?

Benedikt: Nach meinem Realschulabschluss habe ich zunächst eine Ausbildung im Garten-Landschaftsbau absolviert. Aber ich hatte schon länger den Traum, etwas Soziales zu machen. Als ich dann vom PivA Modell erfahren habe, in den die Ausbildung vergütet wird, habe ich mich entscheiden, die Ausbildung als Erzieher in der Jugendhilfe zu machen. Heute bin ich hier in der Wohngruppe und sehr happy mit meiner Entscheidung.

Was gefällt Dir an der Ausbildung besonders gut, was weniger?

Benedikt: Besonders gut gefallen mir der Kontakt mit den Kindern und die Arbeit im Team. Den Kindern im Alltag zu helfen, sie zu unterstützen und für sie da zu sein, genieße ich jeden Tag. Außerdem liebe ich Teamarbeit und fühle mich super wohl hier.

Herausfordernd ist manchmal der Wechsel zwischen Praxis und Schule, vor allem während der Klausurenphasen. Aber das gehört einfach dazu und so kann ich Theorie und Praxis gut miteinander verknüpfen.


Du hast ursprünglich einen ganz anderen Beruf gelernt. Wie war es für Dich, diesen Neustart zu wagen?

Benedikt: Natürlich war das am Anfang erst einmal ein großer Schritt. Aber ich habe schnell gemerkt, dass gerade unterschiedliche Lebenserfahrungen in der Jugendhilfe sehr wertvoll sein können. Man bringt andere Perspektiven mit, geht vielleicht anders auf Menschen zu und kann viel aus den eigenen Erfahrungen weitergeben. Der Quereinstieg wurde mir bei Vitos Teilhabe auch wirklich leicht gemacht. Durch die vergütete PivA-Ausbildung konnte ich mich beruflich neu orientieren, ohne komplett auf ein Einkommen verzichten zu müssen. Gleichzeitig wurde ich im Team von Anfang an unterstützt und ernst genommen.

Ich glaube, viele Menschen denken, sie müssten sich schon früh für den „richtigen“ Beruf entscheiden. Aber manchmal merkt man erst später, wo man wirklich hinpasst. Genau so war es bei mir.

Wem würdest Du eine solche Ausbildung empfehlen bzw. was sollte man dafür mitbringen?

Benedikt: Ich würde die Ausbildung jedem empfehlen, der eine neue Herausforderung im Leben sucht und gerne mit Menschen zusammen ist. Wer gerne etwas im Leben von Kindern bewegen möchte, ist hier genau richtig. Mitbringen sollte man Interesse an der Arbeit mit Menschen - und man muss dies mit ganzem Herzen und voller Überzeugung machen wollen.

Du arbeitest im Bereich der Kinder und Jugendlichen mit Beeinträchtigung. Wo liegen hier die besonderen Herausforderungen?

Benedikt: Kinder brauchen generell eine sehr individuelle Förderung und Unterstützung. Das ist in unserem Bereich noch etwas ausgeprägter, da diese Kinder noch individueller sind und mit noch spezifischeren Herausforderungen konfrontiert sind. Entsprechend wollen wir die persönlichen Potenziale fördern, um diese Kinder zu stärken.

Was sind Deine Ziele nach der Ausbildung?

Benedikt: Ich möchte auf jeden Fall im sozialen Bereich bleiben, gerne auch bei der Vitos Teilhabe. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Arbeitgeber, fühle mich sehr unterstützt und in der Jugendhilfe auch total angekommen. Wichtig wäre mir, dass ich mir auch noch mal andere Wohngruppen oder auch die Arbeit in den Tagesstätten hier in Idstein anschauen kann. Das kann ich schon während meiner Ausbildung tun und ist bereits in Planung.
 

Vielen Dank für die Einblicke in Deine Arbeit, lieber Benedikt!

 

Infos zu PivA: Die praxisintegrierte, vergütete Ausbildung (PivA) zur/zum staatlich anerkannten Erzieher/in dauert drei Jahre und verknüpft Theorie an einer Fachschule mit Praxis in einer sozialpädagogischen Einrichtung. Sie richtet sich an Quereinsteiger und Interessierte, die eine tarifliche Ausbildungsvergütung (ca. 1.140 € bis 1.468 € Brutto) erhalten.

 

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