
Vom Zusteller zum Betreuungsassistent: Quereinstieg mit Herz
Warum ein Neustart bei Vitos neue Perspektiven eröffnet
26 Jahre lang arbeitete Christoph Pott als Zusteller – heute begleitet er Menschen mit Behinderung bei Vitos Teilhabe. Im Interview berichtet er, warum er den Quereinstieg gewagt hat, wie er in seine neue Rolle hineingewachsen ist und weshalb er heute mit dem guten Gefühl nach Hause geht, etwas Sinnvolles bewirkt zu haben. Sein Weg zeigt: Wer in seinem aktuellen Beruf nach mehr Menschlichkeit, Sinn und Entwicklungsmöglichkeiten sucht, findet bei Vitos vielfältige Chancen für einen erfolgreichen Neustart.
Warum hast Du Dich für den Job des Betreuungsassistenten bei uns entscheiden und was hast Du davor gemacht?
Christoph: In meinem früheren Job war ich 26 Jahre als Zusteller bei der Post tätig. Doch dort hat sich im Laufe der Zeit einiges verändert, was auch zulasten dessen ging, was diesen Job für mich attraktiv gemacht hatte, nämlich den Kontakt mit den Menschen. Daher habe ich mich im letzten Jahr für eine berufliche Veränderung entschieden und zwar für eine Tätigkeit, bei der das Menschliche im Vordergrund steht. So bin ich über die Arbeitsagentur auf den Job des Betreuungsassistenten aufmerksam geworden und habe mich nach einer dreimonatigen Schulung beim Malteser Hilfsdienst e.V. und einem sechswöchigen Praktikum vollen Herzens für die Behindertenhilfe und Vitos Teilhabe als Arbeitgeber entschieden.
Wie war es für Dich, diesen beruflichen Neustart zu wagen?
Christoph: Anfangs war es schon anspruchsvoll, sich in ein komplett neues Thema und Aufgabengebiet einzuarbeiten. Und ich hatte großen Respekt vor der Aufgabe. Aber ich wurde hier sehr gut aufgenommen, habe viel Unterstützung und echten Teamzusammenhalt erlebt und bin in meine neuen Tätigkeiten gut reingewachsen. Ich bin sehr froh, dass ich den Schritt gewagt habe. Heute gehe ich jeden Tag gerne zur Arbeit und nach meiner Schicht zufrieden nach Hause.
Was gefällt Dir an Deiner Arbeit als Betreuungsassistent besonders gut, was weniger?
Christoph: Am meisten Freude macht mir der direkte Kontakt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern - dort fühle ich mich am stärksten und am richtigen Platz. Natürlich gehören im Alltag einer Wohngruppe auch andere Aufgaben dazu, die wir gemeinsam im Team mit übernehmen. Für mich steht aber ganz klar das Miteinander und die Begleitung der Menschen im Mittelpunkt.
Was schätzt Du an Vitos Teilhabe als Arbeitsgeber?
Christoph: Die Rahmenbedingungen bei Vitos Teilhabe sind wirklich gut: Neben dem Gehalt habe ich hier die Möglichkeit, mich inhaltlich weiter zu entwickeln und an bezahlten Fortbildungen teilzunehmen, um so noch mehr professionelle Sicherheit zu erlangen. Das gefällt mir sehr gut, genauso wie das Team übergreifende Miteinander. Hier helfen wir uns auch mal in den benachbarten Gruppen aus und alle Kolleginnen und Kollegen stehen mit Rat und Tat zur Seite, sollte es nötig sein. Außerdem mag ich die Du-Kultur, die zusätzlich für ein nettes Arbeitsklima sorgt
Was ist Dein Ziel für die Zukunft?
Christoph: Mein Ziel ist es, mich beruflich weiter zu qualifizieren und mehr Fachwissen im pädagogischen Bereich zu erwerben. Ich möchte gerne an einer Fortbildung zu herausforderndem Verhalten teilnehmen und auch SEED* finde ich sehr interessant. Bei alldem geht es mir vor allen darum, mehr Verständnis und somit auch mehr Professionalität zu erlangen. Denn ich möchte in diesem Bereich bleiben und mich hier dauerhaft etablieren.
Der Quereinstieg von Christoph zeigt eindrucksvoll, wie bereichernd neue berufliche Wege sein können, wenn Haltung, Motivation und Teamzusammenhalt stimmen. Wir danken ihm herzlich für die Einblicke und wünschen weiterhin viel Freude und Erfolg auf seinem weiteren Weg bei uns!
*SEED (Skala der Emotionalen Entwicklung) ist ein diagnostisches Verfahren zur Einschätzung der emotionalen Entwicklung eines Menschen, insbesondere bei Personen mit intellektueller Beeinträchtigung oder komplexem Unterstützungsbedarf, um Betreuung und Förderung besser an ihren Entwicklungsstand anzupassen.
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