© Vitos HerbornDas Arbeits- und Begegnungsforum (ABF), welches die Klinik jährlich veranstaltet, wurde dieses Mal dem 50-jährigen Jubiläum der Klinik auf dem Rehberg gewidmet.
Nach der Begrüßung durch die Pflegedirektorin Ursel Basener-Roszak, ging Klinikdirektor Dr. Christoph Andreis auf die Entwicklung der Klinik und psychiatrischen Behandlung von Kindern und Jugendlichen in den vergangenen 50 Jahren ein. Im Vorfeld dazu hatte er sich mit einigen Mitarbeitenden und Klinikdirektoren der frühen Jahre unterhalten. Für Andreis, der seit 2007 in der Herborner Klinik beschäftigt ist, war es spannend, mehr über die langjährige Geschichte der Klinik und den großen Fortschritt von Behandlungs-anwendungen und Therapien zu erfahren. „Ich finde es großartig zu sehen, welche Entwicklung unsere Klinik von den ersten frühen Behandlungsformen bis zu den heutigen modernsten kinder- und jugendpsychiatrischen Therapiemöglichkeiten inklusive der Zusammenarbeit mit Eltern und anderen Bezugspersonen in den letzten 50 Jahren genommen hat.“
Ein großer Festakt zum 50. Geburtstag ist zusammen mit der Wiedereröffnung des Klinikgebäudes nach Abschluss der derzeitigen Grundsanierung geplant.
Für den Fachvortrag beim Jubiläumssymposium hatte der Klinikdirektor das Thema Bindungswissen und Mentalisieren mit Kindern und Jugendlichen gewählt. Dafür konnte er Prof. Dr. Alexander Trost gewinnen. Der Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, für psychosomatische Medizin und systemischer Lehrtherapeut und Supervisor aus Mönchengladbach, der bis 2016 einen Lehrstuhl als Professor an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen und davor in Köln und Aachen hatte, erklärte in seinem Vortrag die kontextsensible, bindungsorientierte Behandlung. Weiter referierte er über die Bindungsstile der Profis und warum es sich lohnt, die eigenen Muster zu (er-)kennen. Im Anschluss an die Vorträge tauschten sich die Teilnehmenden im Gespräch aus.
Hintergrund
Die Vitos Kinder- und Jugendklinik für psychische Gesundheit Herborn ist eine Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie. Sie bietet stationäre, tagesklinische sowie ambulante Behandlungen für Kinder bis zum Erreichen der Volljährigkeit an. Die Schwerpunkte der Klinik sind z.B. emotionale, hyperkinetische oder neurotische Störungen, Identitätskrisen, Störungen des Sozialverhaltens sowie Beziehungs- und Bindungsstörungen und Psychosen. Die Klinik hat Ambulanzen und Tageskliniken in Herborn, Wetzlar und Limburg.



