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Interview zur Videosprechstunde

Drei Fragen an: Dr. Svenja Kräling

Dr. Svenja Kräling

Die Covid-19-Pandemie hat die Einführung der Videosprechstunde bei Vitos beschleunigt. Auch die Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie (KPP) Haina bietet den Patient/-innen die Möglichkeit, per Videosprechstunde mit den Behandler/-innen Kontakt aufzunehmen. Dr. Svenja Kräling ist leitende Psychologin der Vitos KPP Haina. 

Wie hat Ihre Klinik die Videosprechstunde während des Lockdowns genutzt?

Dr. Svenja Kräling: Pandemiebedingt musste unsere Klinik zunächst die Belegung reduzieren, daher wurde eine Station vorübergehend geschlossen und die integrierte tagesklinische Behandlung ausgesetzt. Gleichzeitig haben wir jedoch eine virtuelle Tagesklinik eingerichtet. Ein Team aus Psycholog/-innen, Ärztinnen und Ärzten, Sozialarbeiter/-innen und Pflegekräften hat die Behandlungen fortan per Videosprechstunde angeboten. Inzwischen haben wir die Videosprechstunde fest etabliert, zum Beispiel in der Versorgung unserer ambulanten und tagesklinischen Patienten und Patientinnen sowie zur poststationären Nachsorge.   

Welche Vorteile bietet die Videosprechstunde?

Kräling: Gegenüber einem Telefonat ist die Videosprechstunde ein echter Zugewinn, weil wir eben auch visuellen Kontakt mit unseren Patientinnen und Patienten haben. Ein persönliches Therapiegespräch, in dem wir den Patienten gegenübersitzen, hat aber natürlich eine andere Qualität. Denn Atmosphärisches sowie Mimik, Gestik und Körperhaltung kann ein Bildschirm nicht so gut transportieren. Für mich bleibt das persönliche Gespräch deshalb Grundlage der Behandlung. Ein Vorteil der Videosprechstunde ist, dass wir damit auch Patienten, die nicht mobil sind, ein gutes ergänzendes Angebot machen können. Und auch für Patienten, die bereits in Behandlung waren und deren Zustand sich wieder verschlechtert hat, ist es sinnvoll. Als Behandler/-innen können wir damit schon zu einem früheren Zeitpunkt intervenieren und einer erneuten stationären Aufnahme vorbeugen.

Welche Rückmeldungen haben Sie von den Patient/-innen erhalten?    

Kräling: Die meisten Patienten – auch die, die anfangs Vorbehalte hatten – sind von der Videosprechstunde sehr begeistert. Viele möchten das Tool gerne weiterhin nutzen, ergänzend zur bestehenden Behandlung. Die Technik ist intuitiv und leicht zu bedienen. Damit kamen die Patient/-innen überwiegend gut zurecht. Insgesamt haben sie das Angebot bislang positiv bewertet. Mein Eindruck ist, dass sie sehr froh sind, auf diesem Weg Kontakt mit uns aufnehmen zu können.

Hier erfahren Sie mehr über die Videosprechstunde.

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