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Ständig müde – nur nicht nachts.

Datum:
Fachbereich:
Erwachsenenpsychiatrie
Gesellschaft:
Vitos Gießen-Marburg gGmbH

Vortrag aus der Reihe „Psyche & Seele. Die Vitos Gesundheitsgespräche“ am 29. Januar

Psyche und Seele. Die Vitos Gesundheitsgespräche
Dr. Anja Haag, Psychologin an der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Marburg, spricht am 29. Januar 2020 über das Thema Schlafstörungen.

Marburg, 21. Januar. Fast jeder kennt das – schlechter Schlaf verringert das seelische und körperliche Wohlbefinden. Tagesmüdigkeit und Erschöpfung, eine geringere Leistungsfähigkeit, Anspannung und Reizbarkeit sind die Folge. Halten die Beschwerden über einen längeren Zeitraum an, spricht man von einer Schlafstörung. Anhaltende Schlafstörungen bergen ernstzunehmende Risiken für die körperliche und seelische Gesundheit und sollten behandelt werden. Sie haben selten nur eine einzelne Ursache, denn der Schlaf wird durch viele Faktoren beeinflusst. Schon Umgebungsfaktoren wie Helligkeit, Lärm und Temperatur können die nächtliche Ruhe stören. Schweres Essen, koffeinhaltige Getränke und Alkohol, aber auch übermäßiger Stress, Kummer und Sorgen können den Schlaf beeinträchtigen. 

Nicht zuletzt können Schlafstörungen auch als Zeichen oder Begleiterscheinung einer psychischen oder körperlichen Erkrankung auftreten. Was sind Strategien und Therapieansätze, damit aus dem nächtlichen Wachliegen und der Tagesmüdigkeit wieder ein gesunder Schlaf-Wach-Rhythmus wird? Darum geht es am Mittwoch, 29. Januar  2020, um 18 Uhr beim Vortrag „Ständig müde – nur nicht nachts. Strategien für ein gesundes Schlafverhalten“ an der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Marburg. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Psyche & Seele. Die Vitos Gesundheitsgespräche“.

Wieder mit der inneren Uhr leben

„Wir stellen heutzutage oft hohe Anforderungen an uns selbst und erleben häufig Leistungsdruck am Arbeitsplatz oder in der Familie. Wir erwarten nicht selten, dass wir schlafen können, wenn wir es für richtig halten bzw. wenn wir es wollen. Schlaf lässt sich jedoch nicht erzwingen, sondern er kommt, wenn Körper und Seele bereit dafür sind“, erläutert Dr. Anja Haag, Psychologin an der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Marburg und Referentin des Vortrags.
 
Die gute Nachricht ist, dass wir unsere Schlafqualität positiv beeinflussen können. Wir können Umgebungsfaktoren verändern, aber auch Stress und innere Anspannung verringern. „Wir konzentrieren uns in der Psychotherapie der Schlafstörung bei Vitos auf den Abbau von vermeidbarem Stress, z.B. das nächtliche Grübeln, und erarbeiten mit den Patienten Lösungsansätze“, so Anja Haag. Ziel ist es, schlafstörende Gedanken und Gefühle zu reduzieren und stattdessen schlaffördernde Rituale, wie zum Beispiel den Tee am Abend, aufzubauen. Ergänzend kann eine medikamentöse Therapie sinnvoll sein. Nicht selten ist es hilfreich, den sogenannten Chronotyp zu berücksichtigen, d.h. ob jemand eher eine Eule oder eine Lerche ist. „Wir wollen unseren Patienten beibringen, wieder mit ihrer inneren Uhr zu leben und günstige Rahmenbedingungen für einen guten Schlaf zu schaffen, damit das Uhrwerk nicht mehr aus dem Takt gerät“, ergänzt Anja Haag.

Über Schlafstörungen und wie man diese behandeln kann, berichtet Dr. Anja Haag in ihrem Vortrag „Ständig müde – nur nicht nachts“ am Mittwoch, 29. Januar 2020, um 18 Uhr im Festsaal der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Marburg (Cappeler Straße 98, 35039 Marburg). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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