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Psychiatriemuseum

500 Jahre Psychiatrie in Haina – Menschen, Räume, Geschichte(n)

Seit 1992 präsentiert das „Psychiatriemuseum Haina“ die Geschichte des Hospitals und der darin lebenden Menschen in der ehemaligen klösterlichen Parlatur am Kreuzgang, die auch als Krankensaal diente.

Die wissenschaftliche Erforschung des Hospitals, der Heil- und Pflegeanstalt und ihrer Nachfolger hat inzwischen – auf der Grundlage des reichen Aktenschatzes im Hainaer Archiv - viele neue Erkenntnisse hervorgebracht. Auf dieser Basis sowie mit der Entdeckung weiterer Objekte und Bildmaterials der Hainarer Psychiatriegeschichte ist nun ein neues Ausstellungskonzept erarbeitet worden. Vermittlung und Gestaltung werden in der neuen Präsentation auf die Wahrnehmungsgewohnheiten heutiger Besucher/innen ausgerichtet.

Die Ausstellung soll in Haina lebende und arbeitende Menschen, (fach-)interessierte Besucher und Touristen ansprechen, ihre Neugier wecken und zum Nachdenken anregen.

Das aktualisierte Psychiatriemuseum ist ein wichtiger Baustein, die außerordentliche 500-jährige Hospitals- und Psychiatriegeschichte Hainas sichtbarer und selbstbewusster in die Öffentlichkeit zu tragen.

Geschichte ‚vor Ort‘

Die Ausstellung erzählt Psychiatriegeschichte anhand von „Schlüsselobjekten“, Informationen und Bildern, die aus der Hainaer Geschichte selbst stammen, in Form von „objektzentrierter Bildungsarbeit“.

Der authentische Ort – der ehemalige Krankensaal und der mit der Wiederöffnung eines Durchgangs neu erschlossene historische Krautkeller, der ehemals auch ein Raum für die Hospitaliten war  – ist selbst Ausstellungsgegenstand.

Die bauliche Entwicklung des psychiatrischen Krankenhauses spiegelt den jeweiligen Blick auf die Kranken und die sich verändernden Pflege- und Behandlungsmethoden.

Momentaufnahmen aus dem Hospital- und Anstaltsalltag

Der Gang durch die fast 500jährige Geschichte wird – dem begrenzten Platz geschuldet – auf acht „Zeitschnitte“ mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten zugespitzt.

  • 1533: Reformation und Fürsorge: Die Stiftung des Landeshospitals
  • Um 1800: Im Zeichen der Aufklärung
  • Um 1900: Aufbruch ins Zeitalter der modernen Medizin
  • Weimarer Republik: Pflegeanstalt unter demokratischer und ökonomischer Kontrolle
  • Nationalsozialismus:  Zwangssterilisierung, Vernachlässigung und Krankenmord
  • Ideal der Nachkriegszeit: das „moderne Krankenheim“
  • Nach 1968: Gesellschaftlicher Aufbruch Psychiatriereform
  • Am Beginn des 21. Jahrhunderts: Leitbild Inklusion

Von Menschen erzählen

Individuellen Zeugnissen von Menschen, die in Haina gelebt und gearbeitet haben, gilt das besondere Augenmerk.

Patienten, Angehörige, Pfleger, Ärzte und andere im Hospital lebende Personen „begegnen“ den Besuchern beim Rundgang in „Rollenporträts“, dazu Patientenkunst, Auszüge aus Krankenakten, von Hainaer Ärzten verfasste wissenschaftliche Publikationen, Fotos von Arbeitseinsätzen und Festen.

Selbstverständlich politische Bildung

Eine Ausstellung in Trägerschaft des Landeswohlfahrtsverbandes ist in besonderem Maße dem Auftrag öffentlicher Museen zur demokratischen Bildung verpflichtet.

Dies gilt generell für die Fragen, welche die Ausstellung „an die Geschichte“ stellt. In den Rundgang werden „Brückenstationen“ eingefügt, die – mit Schlüsselobjekten aus der jeweiligen Zeit – heutige Betrachter zur Reflexion anregen können: über den Blick auf das Andersartige, auf Nähe und Fremdheit, über den Zusammenhang zwischen gesellschaftlichen Werten und Patientenbehandlung. „Wissensstationen“ ermöglichen darüber hinaus eine vertiefende Beschäftigung mit Einzelaspekten.

Das inhaltliche Ausstellungskonzept liegt inzwischen vor, ebenso die Pläne und Zeichnungen für die Ausstellungsbauten. Die alte Ausstellung ist bereits abgebaut und die Räume (ehem. Parlatur und Krautkeller, zu dem ein Durchbruch gemacht wurde) können nach Vorgaben der Denkmalpflege saniert werden. Das Museum ist von nun an geschlossen, das Archiv kann jedoch nach wie vor genutzt werden. Anfragen an: kontakt-archiv@lwv-hessen.de.

Der LWV plant die Neueröffnung des Museums für das Jahr 2021.

Informationen zum Download

Gesellschaft:
Vitos Haina gGmbH
Fachbereich:
Fachbereichsübergreifend

Vitos Haina - Unsere Geschichte

Erinnern und Gedenken

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Vitos Haina - Historie und Gegenwart

Der Krankenhaus-Standort Haina hat eine lange Geschichte. Heute betreibt Vitos Haina zwei Kliniken und zahlreiche Einrichtungen.

Kontakt

Leiter Unternehmenskommunikation Vitos Haina

Rouven Raatz

Rouven Raatz

Telefon:
0 64 56 ‐ 9 17 71
Fax:
0 64 56 ‐ 9 12 30
E-Mail:
rouven.raatz(at)vitos-haina.de

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