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Ein Vierteljahrhundert Vertrauen, Gemeinschaft und Unterstützung

Datum:
Fachbereich:
Begleitende psychiatrische Dienste
Gesellschaft:
Vitos Haina gGmbH

Vitos Familienwohnen Bad Emstal feiert 25-jähriges Bestehen

Sarah Jakob, Standortleiterin der Vitos begleitenden psychiatrischen Dienste Haina, Geschäftsführer Matthias Müller, Regionalleiter der Vitos begleitenden psychiatrischen Dienste Haina, Erwin Gruber und Teamleiterin Claudia Dondalski mit den Mitarbeitenden Mareike Thiel, Nicole Bober, Stefan Beez, Uta Eichler, Dirk Ring und Christine Niehaus.

Eine ganz besondere Gemeinschaft – das zeichnet Vitos Familienwohnen Bad Emstal aus. Das Angebot der Vitos begleitenden psychiatrischen Dienste Haina feierte Ende Juni sein 25-jähriges Bestehen. Zu diesem besonderen Anlass versammelten sich Mitarbeitende, Klient/-innen, Gastfamilien und Ehrengäste, um gemeinsam auf ein Vierteljahrhundert erfolgreicher Arbeit und wertvoller Beziehungen zurückzublicken.

Die Feierlichkeiten im Restaurant „Der Grischäfer“ in Bad Emstal begannen mit einer herzlichen Begrüßung durch den Geschäftsführer von Vitos Haina, Matthias Müller. In seinen anerkennenden Worten betonte er die Bedeutung des Begleiteten Wohnens in Familien und würdigte das Engagement aller Beteiligten: „Durch Ihren Einsatz ist Vitos Familienwohnen das, was es heute ist – ein Angebot, das für Zusammenhalt, Fürsorge und Toleranz steht und das für alle Beteiligten ein bereicherndes Lebenskonzept darstellt.“ Ebenso dankte er den Klientinnen und Klienten für ihr Vertrauen, sich von den Gastfamilien und Mitarbeitenden auf ihrem Lebensweg begleiten zu lassen und dem Konzept offen zu begegnen. „Die Nachfrage nach unserer besonderen Betreuungsform im familiären Umfeld steigt weiterhin beständig“, sagte Matthias Müller. Dies sei ein Zeichen für den Mehrwert des Angebots.

Start als Projekt 1997

Seit 1997 hat sich Vitos Familienwohnen kontinuierlich weiterentwickelt. Als erstes Modellprojekt dieser Art in Hessen starteten die Belegungen in den Jahren 1998 und 1999. Das Angebot etablierte sich mit der Zeit als Ergänzung in der Eingliederungshilfe und besteht heute aus dem größten Team mit den meisten Familien und Klient/-innen in Hessen.

„Viele Bewohnerinnen und Bewohner haben in den letzten 25 Jahren bei uns ein Zuhause gefunden", sagte Teamleiterin Claudia Dondalski, die schon seit 2002 im Team gehört. „Sie haben sich in schwierigen Lebenssituationen auf diese Art des Zusammenlebens eingelassen und dadurch Halt und vertrauensvolle Beziehungen gefunden.“

Offen sein und Familie neu definieren

Ihr besonderer Dank galt den Gastfamilien, die ihre Türen und Herzen öffnen und den Klientinnen und Klienten einen sicheren und unterstützenden Lebensort voller Geborgenheit und Gemeinschaft bieten. „Ihre wunderbare Fähigkeit, Menschen willkommen zu heißen, ist ein wertvoller Beitrag zu unserer Gemeinschaft.“

Im Laufe der Feierlichkeiten ehrte das Team langjährige Mitarbeitende, Gastfamilien und Klient/-innen, die zum Teil ebenfalls ihre 25-jährige Zugehörigkeit zu Vitos Familienwohnen Bad Emstal feierten.

Die Veranstaltung in familiärer Atmosphäre und gelöster Stimmung bot den Gästen die Möglichkeit, die vergangenen Jahre Revue passieren zu lassen und einen Ausblick auf die kommende Zeit. „Wir freuen uns auf die weitere Entwicklung und die vielen gemeinsamen Erlebnisse, die vor uns liegen", sagte Claudia Dondalski.

Die Feier wurde nicht nur von schönem Wetter, sondern auch von einer Schnellzeichnerin und – als Überraschungsgast – einem Mentalmagier begleitet. Der Tag klang mit einem gemütlichen Beisammensein aus.

Gastfamilien gesucht

Das Team von Vitos Familienwohnen Bad Emstal und Vitos Familienwohnen Frankenberg freut sich über Anfragen von Einzelpersonen oder Familien, die sich vorstellen können, einem Klienten oder einer Klientin auf Dauer ein möbliertes Zimmer oder eine Einliegerwohnung zur Verfügung stellen – von Kreis und Stadt Kassel über den Schwalm-Eder-Kreis bis Waldeck Frankenberg. Dafür erhalten sie monatlich eine steuerfreie Aufwandsentschädigung in Höhe von 1.257 Euro – inklusive Mietpauschale und Verpflegungsgeld.

„Wer sich sozial engagieren möchte, unvoreingenommen auf Andere zugeht und es sich vorstellen kann, einem Menschen mit psychischer Krankheit ein sicheres Umfeld und familiären Zusammenhalt zu bieten, bringt alles mit, was wir uns für unsere Klientinnen und Klienten wünschen,“ erklärt Claudia Dondalski. Die hauswirtschaftliche Versorgung und die Unterstützung im Alltag sollten sichergestellt werden, jedoch seien für den täglichen Umgang miteinander keine speziellen sozialpädagogischen oder psychologischen Kenntnisse notwendig, da es sich um Menschen handele, die nicht akut krank seien. Ein weiteres Selbstverständnis sei es, dass Menschen mit selbstaggressivem oder fremdaggressivem Verhalten, Drogen- oder Alkoholsucht sowie selbstverletzendem Verhalten nicht innerhalb einer Gastfamilie leben könnten. Für sie stünden andere Formen des Wohnens bei Vitos zur Verfügung.

Unterstützung und Betreuung durch Fachkräfte

Das Team agiert als Schnittstelle aller am Betreuungsprozess Beteiligten und begleitet die Familien eng – unter anderem in Form von wöchentlichen Hausbesuchen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten und begleiten in Krisen und Konflikten, helfen beim Entwickeln einer Tagesstruktur und übernehmen administrative Aufgaben. Je nach Bedarf finden Einzelgespräche mit den Klientinnen und Klienten oder auch mit den Gasteltern statt. „Und sollte es einmal eine dringende Angelegenheit geben, die geklärt werden muss, sind wir auch außerhalb unserer regulären Dienstzeiten erreichbar. Man ist nie allein mit Problemen“, erläutert Claudia Dondalski. Interessierte können auf Anfrage einen Termin für ein unverbindliches Erstgespräch vereinbaren.

 

Vitos Familienwohnen Bad Emstal / Vitos Familienwohnen Frankenberg

Ansprechpartnerin:

Claudia Dondalski

Tel.: 0172 2097462

claudia.dondalski(at)vitos-haina.de

weitere Informationen unter www.vitos-haina.de

 

Hintergrund 

Vitos Familienwohnen ist eine Einrichtung der Vitos begleitenden psychiatrischen Dienste Haina, einem der größten Träger der Eingliederungshilfe in Nordhessen. Rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen und begleiten mehr als 300 chronisch psychische kranke Klientinnen und Klienten aus den Landkreisen Waldeck-Frankenberg, Wolfhagen, Schwalm-Eder sowie dem Landkreis und der Stadt Kassel. Die Hilfeleistungen in den Lebensfeldern Wohnen, Arbeit und Freizeit verfolgen stets das Ziel, die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Klientinnen und Klienten zu fördern.

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