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Funktion und Rolle von Vätern

Datum:
Fachbereich:
Erwachsenenpsychiatrie, Fachbereichsübergreifend
Gesellschaft:
Vitos Haina gGmbH

Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Haina lädt zu Vortrag am 13. März 2019 ein.

„Von zweiten Müttern zu ,Das macht meine Frau‘-Papas: Funktion und Rolle von Vätern im Familiensystem, in der Partnerschaft und für die Kindesentwicklung“ lautet der Titel eines psychiatrischen Vortrages, zu dem die Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Haina am Mittwoch, 13. März, von 14.30 bis 16.30 Uhr in den Konferenzraum 4.1 auf dem Hainaer Vitos Campus einlädt.

Der neue Ärztliche Direktor PD Dr. Florian Metzger öffnet die bislang überwiegend zur Fortbildung der eigenen Mitarbeiter konzipierte Vortragsreihe der Vitos Klinik. Neben denen im Unternehmen vertretenen medizinischen, therapeutischen und pflegerischen Berufsgruppen sind künftig auch niedergelassene Ärzte und Therapeuten und vor allem die interessierte Öffentlichkeit eingeladen. „Mit den Vorträgen von eigenen oder externen Referenten wollen wir einerseits über aktuelle Entwicklungen des psychiatrischen Fachgebiets informieren, andererseits vor allem bei den externen Gästen das allgemeine Wissen über Psychiatrie erweitern und eventuell vorhandene Ängste mindern oder nehmen“, erläutert der Ärztliche Direktor.

Über die Funktion und Rolle von Vätern wird am 13. März Prof. Dr. Inge Seiffge-Krenke referieren. Die Professorin für Entwicklungspsychologie an der Universität Mainz ist Psychoanalytikerin, in der Ausbildung von Kinder- und Jugendlichentherapeuten sowie Erwachsenentherapeuten aktiv sowie in der Supervision im ambulanten und stationären Bereich tätig. Väter sind ein Thema, dass sie seit 20 Jahren beschäftigt. 2016 ist „Väter, Männer und kindliche Entwicklung. Ein Lehrbuch für Psychotherapie und Beratung“ erschienen. Aktuell forscht sie zu Partnerschaft, Eltern-Kind-Beziehung, und Identität. Ihr aktuelles Buch beschäftigt sich mit der Psychoanalyse des Mädchens.

In ihrem Vortrag geht es im Kontext gesamtgesellschaftlicher Veränderungen um Veränderungen in der Vaterrolle und der väterlichen Identität, aber auch um die kompensatorischen Funktionen von Vätern in gestörten Familiensystemen. Väter sind hilfreich bei der Grenzziehung zwischen sich und anderen und dem Erwerb von strukturellen Fähigkeiten wie der Emotionsregulierung. Der Beitrag von Vätern zur Bindungsentwicklung wurde lange übersehen, und so zeigen die Ausführungen zum Beginn der Vaterschaft besonders deutlich seine Rolle als Schutzfaktor und sicherer Ort. Sie verdeutlichen auch die sehr konträren Herausforderungen, die an Väter in der Partnerschaft gestellt werden: Bindung und Erotik - geht das überhaupt zusammen? Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrages werden verschiedene Vätertypen (Disneyland-Daddies, zweite Mütter, Trennungsväter) und psychisch kranke Vätern, insbesondere depressive Väter, sein.

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