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Herzlich willkommen!

Im Februar war es soweit: die Vitos Klinik für Psychosomatik Bad Homburg hat ihre Pforten geöffnet.
Wie sieht die neue Klinik aus? Welche Therapiemöglichkeiten erwarten unsere Patientinnen und Patienten? Was kann psychosomatische Medizin bewirken?
Wir haben Klinikdirektor Dr. Thorsten Bracher und den leitenden Oberarzt Dr. Roland Stolte dazu befragt.

 

 

 

Interview mit Dr. Bracher und Dr. Stolte zur neuen Klinik

Was zeichnet die neue, hochmoderne Klinik in Bad Homburg aus?

Dr. Thorsten Bracher: Die zukünftigen Patientinnen und Patienten dürfen sich auf ein schönes, neues Gebäude freuen. Die Räumlichkeiten sind hell, freundlich und komfortabel. Wir freuen uns, eine Versorgungslücke in der Region schließen zu können.

Ein großer Pluspunkt ist die Lage der neuen Klinik für Psychosomatik: Sie ist in den Gesundheitscampus der Stadt Bad Homburg eingebettet und befindet sich somit in unmittelbarer Nähe der Hochtaunus-Klinik. Dadurch bieten wir unseren Patientinnen und Patienten direkt vor Ort somatische Untersuchungs- und Mitbehandlungsmöglichkeiten, die man in vielen psychosomatischen Kliniken so nicht findet.

Auch der Erholungsfaktor kommt nicht zu kurz: Die ruhige Feldrandlage lädt zu ausgiebigen Spaziergängen ein. Auch der wunderschöne Kurpark der Stadt Bad Homburg ist fußläufig zu erreichen, ebenso wie die Geschäfte in der Innenstadt. Das kann für diejenigen angenehm sein, die hin und wieder Zerstreuung suchen oder eine Kleinigkeit einkaufen möchten.

Dr. Roland Stolte: Die Nähe zur Stadt hat einen weiteren Vorteil: Die Patientinnen und Patienten können das Exponieren üben: Wie ist es für mich, wenn ich das Klinikgelände verlasse und mich unter die Menschen mische, einkaufen gehe, den Bus benutze? Das ist für die Menschen schon einmal eine kleine Belastungsprobe, die sie auf den Alltag nach dem Klinikaufenthalt vorbereitet.
In die Klinik ist außerdem eine Tagesklinik integriert. Patientinnen und Patienten, die zunächst stationär bei uns waren, haben dann die Möglichkeit, in die Tagesklinik zu wechseln, bevor sie dann ganz in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren. So werden sie Stück für Stück wieder an Alltagsverhältnisse gewöhnt.

Welche Patientinnen sind in der Klinik für Psychosomatik in Bad Homburg gut aufgehoben? Wie finden Sie den Weg zu ihnen?

Dr. Bracher: Grundsätzlich behandeln wir Menschen mit den unterschiedlichsten psychosomatischen Erkrankungen. Aber auch Menschen, die in Folge einer Krebserkrankung oder eines Herzinfarktes psychische Probleme entwickelt haben. Für viele Menschen ist die Wohnortnähe relevant, deshalb erwarten wir in Bad Homburg hauptsächlich Patientinnen und Patienten aus der Region.


Idealtypisch werden sie von ihrem behandelnden Psychiater, Psychosomatiker oder Psychotherapeuten überwiesen. Wenn jemand aber akut und so stark unter psychosomatischen Beschwerden leidet, dass er oder sie den Alltag nicht mehr bewältigen kann, akzeptieren wir auch eine Überweisung durch den Hausarzt.

Und wer einfach Fragen vorab hat, kann sich gerne unter 0800 848 6700 telefonisch bei unserem  Aufnahmeservice erkundigen.

Herr Dr. Stolte, haben Sie ein Steckenpferd?
Dr. Stolte: Ich arbeite sehr gerne mit Traumapatientinnen und –patienten. Auch Menschen, die unter körperlichen Beschwerden/Symptomen leiden, die hauptsächlich seelisch verursacht werden (= somatoforme Störungen), liegen mir sehr am Herzen. Ich finde die Verknüpfung von Körper und Seele sehr spannend.

Was ist Ihnen für die neue Klinik in Bad Homburg wichtig?
Dr. Stolte: Sowohl Herrn Dr. Bracher und mir gelingt es gut, eine angenehme, vertrauenvolle Atmosphäre in der Klinik zu schaffen. Unseren Patientinnen und Patienten bringen wir viel Wertschätzung entgegen. Die Menschen, die wir behandeln, als Menschen zu sehen: Das ist uns wichtig!
Wichtig ist es uns auch, dass wir innerhalb unseres Teams für eine respektvolle Atmosphäre sorgen. Denn die Patientengruppe und das Team spiegeln sich gegenseitig.
Neben den psychotherapeutischen Angebote spielen auch Non-verbale Therapien  bei uns in der Psychosomatik eine große Rolle. Denn  so können wir den Patientinnen und Patienten verschiedene Zugangswege zu ihrem psychischen Erleben bieten.

Welche Spezialtherapien kommen in Bad Homburg zum Einsatz?
Dr. Bracher: Es gibt drei große Bereiche: Die Musiktherapie, die Kunsttherapie und die Körper- und Bewegungstherapie. Natürlich gliedern wir diese drei großen Bereiche noch auf, zum Beispiel in Achtsamkeits- und Entspannungsverfahren, Yoga und konzentrative Bewegungstherapie (KBT).

Und mit welchen psychotherapeutischen Verfahren arbeiten Sie?
Dr. Bracher: Als Psychosomatiker sind wir tiefenpsychologisch geprägt. Deshalb kommen tiefenpsychologische Verfahren zum Einsatz – aber nicht allein. Hinzu kommen Elemente aus der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) und der Systemischen Therapie.
Dr. Stolte: Je nach Krankheitsbild gibt es Spezialsettings und Spezialgruppen. Nehmen wir zum Beispiel Patientinnen/Patienten mit einer Angststörung. Sie werden in Expositionen, also in der Auseinandersetzung mit für sie belastenden Situationen, geschult. Das ist ein klassisches Feld der Verhaltenstherapie.
Dr. Bracher: Im Team haben wir deshalb sowohl tiefenpsychologisch als auch verhaltenstherapeutisch ausgebildete Kolleginnen und Kollegen, die sich untereinander dann zu den Patientinnen/Patienten austauschen. So gewährleisten wir ein integratives Behandlungsprogramm.

 

Foto des Klinikdirektors der Vitos Klinik für Psychomatik Eltville,  Dr. med. Thorsten Bracher© T. Bracher

Dr. Thorsten Bracher

Dr. Thorsten Bracher studierte Medizin an der Frankfurter Goethe-Universität. Seine ärztliche Tätigkeit begann er 1994 an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Elisabethenstifts in Darmstadt. Über verschiedene Stationen im Rhein-Main-Gebiet, bei denen er als Oberarzt und leitender Oberarzt sowie als Chefarzt tätig war, kam er Anfang 2019 zu Vitos Rheingau und leitet seitdem die neu eröffnete Klinik für Psychosomatik in Eltville. Im Februar 2021 übernimmt er zusätzlich die Leitung der Klinik für Psychosomatik in Bad Homburg.

Dr. Roland Stolte

Dr. Roland Stolte ist als leitender Oberarzt und stellvertretender Klinikdirektor für den Standort Bad Homburg zuständig. Der Facharzt für Psychosomatik und Psychotherapie und Facharzt für Allgemeinmedizin hat in Frankfurt studiert. Bevor Stolte zu Vitos kam, war er von 2012 bis 2020 in der Psychosomatik und Psychotherapie am Klinikum der Goethe-Universität Frankfurt tätig. Nach wie vor ist der 51 Jährige als Dozent für „Psychosomatische Grundversorgung“ an der Akademie der Landesärztekammer Hessen engagiert.

 

 

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