
Seit ihrer Eröffnung Anfang 2021 hat sich die Klinik als wichtiger Baustein der psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung im Hochtaunuskreis etabliert. Der Standort steht für eine wohnortnahe Versorgung, interdisziplinäre Zusammenarbeit und moderne Behandlungskonzepte, die sich konsequent an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten orientieren.
Der Klinikneubau in Bad Homburg ist Teil des hessenweiten Neubauprogramms, das Vitos kurz nach seiner Gründung für die Erwachsenenpsychiatrie aufgelegt hatte. Der Unternehmensverbund investierte etwa 300 Millionen Euro und errichtete an zehn Standorten zeitgemäße Kliniken für die Behandlung psychisch erkrankter Menschen, zuletzt in Haina und Eltville. „Für Vitos zahlt es sich aus, dass wir so umfangreich in unsere bauliche Infrastruktur investiert haben“, sagte Philipp Schlösser, Vitos Konzerngeschäftsführer COO. Denn aktuell würden die Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen immer schwieriger, was den finanziellen Spielraum für Klinikträger weiter einschränke. Hinzu kämen die enorm gestiegenen Baukosten. „Das macht es heute viel schwerer, Projekte in dieser Größenordnung zu realisieren. Vitos hat seine Hausaufgaben bereits gemacht, sodass wir nun fast überall sehr moderne Versorgungsstrukturen haben.“ Die Neubauten seien zudem energieeffizienter und ließen sich wirtschaftlicher betreiben.
Der 2021 eröffnete Neubau in Bad Homburg vereint fünf Stationen unter einem Dach und ist über eine Brücke direkt mit der benachbarten Hochtaunus-Klinik verbunden. Ergänzt wird das Angebot durch mehrere Ambulanzen sowie eine kinder- und jugendpsychiatrische Tagesklinik.
„Der interdisziplinäre Brückenschlag zwischen einem psychiatrischen und einem somatischen Krankenhaus war und ist für Vitos und den LWV als Alleingesellschafter ein wegweisendes und zukunftsfähiges Konzept“, sagte LWV-Landesdirektorin und Vitos-Aufsichtsratsvorsitzende Susanne Simmler. „Die sehr gute nachbarschaftliche Zusammenarbeit mit den Hochtaunus-Kliniken zahlt sich insbesondere für die Patientinnen und Patienten aus. Viele haben sowohl psychische als auch körperliche Krankheitssymptome. Die vielfältigen diagnostischen Möglichkeiten sorgen für möglichst passgenaue Therapien“, so Simmler weiter.
Mit dem Neubau begann 2021 zugleich die umfassende Weiterentwicklung der psychiatrischen Versorgung im Hochtaunuskreis. Seit 2024 baut Vitos die Marienbader Höfe in der Bad Homburger Innenstadt zu einem zweiten wichtigen Standort aus. Dort befinden sich bereits eine psychosomatische Ambulanz und eine Tagesklinik. Darüber hinaus sind dort eine neuropsychiatrische Ambulanz sowie das mobile Behandlungsteam von Vitos Behandlung Zuhause angesiedelt. Im Sommer werden zudem die psychiatrische Tagesklinik aus der Zeppelinstraße sowie die Schule für Gesundheitsberufe ihre neuen Räumlichkeiten in den Marienbader Höfen beziehen.
Die Weiterentwicklung der Versorgungsangebote verfolgt ein klares Ziel: Patientinnen und Patienten sollen möglichst unkompliziert und bedarfsgerecht die Unterstützung erhalten, die sie benötigen. Gleichzeitig schafft Vitos moderne und attraktive Arbeitsbedingungen für seine Mitarbeitenden. Dazu setzt der Unternehmensverbund konsequent weiter auf den Ausbau ambulanter und teilstationärer Angebote, aufsuchender Behandlungsformen sowie digitaler Versorgungsangebote.
Prof. Dr. Ansgar Klimke, Ärztlicher Direktor von Vitos Hochtaunus, sagte: „Die hohe Nachfrage vor allem im Bereich der Ambulanzen und die künftige Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem sozialpsychiatrischen Dienst zeigen, dass unsere Therapieangebote sehr positiv und nachhaltig bei den Betroffenen und deren Angehörigen aufgenommen werden“.
Max Heuchert, Geschäftsführer von Vitos Hochtaunus, blickte optimistisch in die Zukunft: „Ich bin überzeugt, dass wir mit diesen Entscheidungen die Weichen für eine stabile und erfolgreiche Zukunft von Vitos Hochtaunus gestellt haben. Trotz der zunehmenden Herausforderungen im Gesundheitswesen können wir unseren Auftrag weiterhin konsequent erfüllen: Menschen, die unsere Unterstützung brauchen, professionell und mit großem Engagement zu helfen“.