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Unser Auftrag

Bad Emstal versorgt Patienten aus den Landgerichtsbezirken Kassel, Marburg, Fulda und Gießen. In Bad Emstal werden ausschließlich Männer behandelt.

Die ersten acht bis zwölf Wochen verbringt ein neu angekommener Patient auf der Aufnahmestation, die über zwölf Plätze in Einzel- und Doppelzimmern (mit Nasszelle) verfügt. Während des Aufenthaltes erfolgt eine intensive Diagnostik und der Einstieg in erste Behandlungsmaßnahmen.

Danach wird der Patient zur intensiven Milieu- und Psychotherapie auf eine der drei Therapiestationen verlegt. Dort müssen sich die Patienten selbst versorgen, um Alltagsfähigkeiten nicht zu verlieren bzw. neu anzutrainieren.

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach der parallel verhängten Freiheitsstrafe. Der früheste Entlassungstermin ist der sogenannte Halbstraftermin. Patienten, die keine parallele Freiheitsstrafe haben, dürfen maximal zwei Jahre in der Klinik bleiben.

In dieser Zeit werden sie auf ein weitgehend selbstbestimmtes, eigenständiges Leben außerhalb der Einrichtung vorbereitet. Dazu gehören auch Vollzugslockerungen, bei der sich der Patient Schritt für Schritt in „Freiheit“ erproben kann. Dies ermöglicht ihm, erste Schritte in eigener Verantwortung zu unternehmen und bereitet ihn auf eine bedingte Entlassung vor. Einer Vollzugslockerung geht immer eine Risikobeurteilung voraus, die auf empirisch gesicherten Prognosekriterien beruht. Eine entscheidende Voraussetzung ist die Einschätzung, dass der Patient keine Gefahr für die Bevölkerung ist. Die forensische Klinik sieht Transparenz und Information als wichtigen Beitrag zur Vertrauensbildung in der Bevölkerung an und betreibt deshalb eine aktive Informationspolitik. Der Beirat der Klinik ist das Bindeglied zur Bevölkerung und begleitet die Arbeit interessiert und kritisch.

Lockerung je nach Therapiefortschritt

Jede Vollzugslockerung ist eine Einzelentscheidung, insbesondere wenn es sich um einen unbegleiteten Ausgang aus der Klinik handelt. Die ärztliche Direktorin der Klinik trägt dafür die Verantwortung. Ihrer Entscheidung geht immer die Risikobeurteilung voraus, in die das behandelnde Team eingebunden ist. Sie stützen sich dabei auf sogenannte Risiko- und Prognoseinstrumente, die international anerkannt sind.
Die beispielhaft niedrige Zahl der Entweichungen aus Vollzugslockerungen zeigt, dass die Lockerungspraxis der hessischen Maßregelvollzugskliniken außerordentlich verlässlich ist.

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