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Neue Perspektiven für Zalmai und Islamuddin

Datum:
Fachbereich:
Orthopädie
Gesellschaft:
Vitos Orthopädische Klinik Kassel gGmbH

Die schwere Knochenentzündung plagte Zalmai und Islamuddin schon seit Jahren. In ihrem Heimatland waren die Behandlungsmöglichkeiten erschöpft. Heute können die beiden 11-Jährigen aus Afghanistan mit ihren Gehhilfen bereits gehörig Tempo geben. Zu verdanken haben die beiden Kinder diese Entwicklung dem Verein Friedensdorf International und der Vitos Orthopädischen Klinik Kassel.

Zalmai und Islanmuddin bekamen unkompliziert Hilfe von Dr. Cordula Röhm und Bernd Tilenius.

Friedensdorf ist eine Hilfseinrichtung, die kranke und verletzte Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten zur medizinischen Versorgung nach Deutschland holt. „Mit ihrer Erkrankung hatten beide Jungen in Afghanistan keine Aussicht auf medizinische Hilfe. Mit dem Ziel, eine Amputation und auch die Gefahr weiterer lebensbedrohlicher Komplikationen abzuwenden, haben wir uns nach einem Gespräch mit Raissa Neumann vom Friedensdorf entschieden, die beiden Schützlinge kostenlos bei uns in der Fachklinik zu versorgen“, so Bernd Tilenius, der Geschäftsführer der Vitos Orthopädischen Klinik Kassel.

Schwierige Operationen
Dr. Cordula Röhm, Orthopädin und Unfallchirurgin, nahm sich der aufwendigen Fälle an. Eine heftige, durch Bakterien verursachte Entzündung des Knochens und des Knochenmarks, kurz Osteomyelitis, plagte die Jungs seit Jahren. Bei Zalmai war der  Oberschenkelknochen, bei Islamuddin das Schienbein betroffen. „Bei beiden haben wir das befallene Segment des Knochens entfernt und einen Fixateur, also eine äußere Haltevorrichtung, angebaut. Beide Operationen waren aufgrund der Lage des betroffenen Knochens zu den Wachstumsfugen schwierig“, erklärt die Oberärztin der Orthopädischen Fachklinik. Der verbliebene Knochen, so Röhm, wird nun durch eine sogenannte Kallusdistraktion und über die Transportfixateure Schritt für Schritt verlängert.

Zurück in die Heimat

Anfang Dezember haben die beiden Jungen das Krankenhaus in der Wilhelmshöher Allee verlassen und befinden sich in der Rehabilitation im Friedensdorf in Dinslaken. Eine monatelange Nachbehandlung und gegebenenfalls auch noch Folgeeingriffe sind erforderlich. Sobald es der Zustand der Kinder erlaubt, fliegen sie zurück zu ihren Familien nach Afghanistan.

Spenden an den Verein Friedensdorf

Sie möchten auch helfen und den Friedensdorf International e.V. (www.friedensdorf.de) unterstützen? Folgende Friedensdorf-Spendenkonten stehen zur Verfügung:

Stadtsparkasse Oberhausen
IBAN: DE59 3655 0000 0000 1024 00

 

Niederrheinische Sparkasse RheinLippe
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