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Wertvolle Erkenntnisse: die 10.000ste Hüfte in der Datenbank

Datum:
Fachbereich:
Orthopädie
Gesellschaft:
Vitos Orthopädische Klinik Kassel gGmbH

Im Jahr 1998 hat die Vitos Orthopädische Klinik Kassel als erste Klinik in Deutschland damit begonnen, eine Datenbank für die im Haus eingebauten Kunstgelenke aufzubauen. So können die Ärztinnen und Ärzte seit mehr als 20 Jahren wertvolle Schlüsse aus den gut dokumentierten Erfahrungen und Nachuntersuchungen ziehen. Gerda Reinhard ist die Patientin mit der Hüft-Endoprothese Nr. 10.000 in der Datenbank.

Patientin mit der Hüft-Endoprothese Nr. 10.000: Gerda Reinhard aus Niedenstein und Prof. Dr. Guido Heers.

Gerade mal vier Tage sind seit dem Eingriff an der Hüfte mit der Nummer 10.000 vergangen. Gerda Reinhard aus Niedenstein kann an ihren Gehhilfen schon wieder ziemlich flott über den Flur von Station 3 der Vitos Orthopädischen Klinik Kassel laufen. In drei Tagen will sie in die Reha wechseln und dort die Feiertage zusammen mit ihrer Tochter verbringen.  „Ich bin sehr zufrieden mit meinem neuen Kunstgelenk“, lobt die ehemalige Schulsekretärin ihren Operateur, Prof. Dr. Guido Heers, den Ärztlichen Direktor des Hauses. „Das Laufen klappte von Anfang an richtig sicher.“

Einmalig in Deutschland

In der Bundesrepublik wurden die ersten künstlichen Hüftgelenke in Freiburg und Mainz Mitte der 1960er Jahre eingebaut. Seit Ende der 60er Jahren gehören die Implantationen zum Repertoire des Kasseler Hauses. Die frühe Idee einer systematischen Erfassung der Prothesen durch Oberärztin Dr. Sabine Mai vor gut 20 Jahren war ein Glücksfall. Seinerzeit hat die Orthopädische Klinik als erste in Deutschland mit dem Aufbau dieses eigenen Endoprothesenregisters begonnen, um die Qualität der implantierten Gelenke und die Zufriedenheit der Patienten auch im Nachhinein überprüfen zu können. „Dass wir heute das 10.000ste registrierte Hüftimplantat zählen können - das ist schon eine besondere Sache“, sagt Prof. Dr. Guido Heers, der seit zwei Jahren Chefarzt an der Wilhelmshöher Fachklinik ist. „Als ich aus Regensburg hierherkam, hat mich diese Datenbank sehr beeindruckt. Wir können alle implantierten Prothesen bis zum Jahr 1998 zurückverfolgen und wertvolle Schlüsse auch für heutige Patienten ziehen“, erklärt der Ärztliche Direktor. „Diese Informationen helfen uns, die Effizienz und Nachhaltigkeit von Gelenkersatz-OPs im Haus ständig zu verbessern. Das gibt es so nicht nochmal in Deutschland.“

Kunstgelenk Nr. 1 sitzt bis heute sicher

Nicht nur die Nummer 10.000, sondern auch Sigrid Thamm, die Nummer 1 unter den Hüftpatienten in der Datenbank, ist sehr zufrieden mit ihrer Prothese – und das nach 20 Jahren. „Es geht mir gut, ich bin zufrieden“, sagt die heute 78-Jährige aus Homberg Efze, die unter einer angeborenen Hüftfehlstellung litt. Damals hat Dr. Diethelm Träger, der heute im Vitos MVZ Kassel Mitte in der Friedrich-Ebert-Straße tätig ist, das Kunstgelenk eingesetzt, das bis heute hält. Die regelmäßigen Nachuntersuchungen, zu denen die Klinik die Patientin seitdem einlädt, hat sie gerne wahrgenommen.

Der Pioniergeist und der Aufwand, den das orthopädische Krankenhaus betreibt, haben sich für die Patienten und die Klinik ausgezahlt. Seit 2013 hat die Vitos Orthopädische Klinik Kassel das Zertifikat „EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung“. Sie ist damit als einzige Klinik in der Region auf diesem hohen Niveau zertifiziert. Ein Schwerpunkt des Hauses liegt auf schonenden, minimalinvasiven Eingriffen.

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