Die Vitos Klinik Eichberg behandelt folgende Krankheitsbilder:
Psychosen
öffnen/schliessenEtwa 1 Prozent aller Menschen erkranken im Laufe ihres Lebens an einer Psychose. Dabei kommt es zu Störungen des Denkens, Fühlens und häufig auch der Wahrnehmung.
Bei einer Psychose wird die Realität verändert wahrgenommen und verarbeitet. Betroffene erleben unter anderem Halluzinationen, Wahnvorstellungen sowie Störungen der Denkabläufe, wodurch die Kommunikation erschwert ist. Häufig treten zusätzlich starke Ängste, Energielosigkeit, Freudlosigkeit und eine verminderte Leistungsfähigkeit auf.
Primäre Psychosen, wie die Schizophrenie, entstehen ohne feststellbare Ursache und gelten als angeboren.
Sekundäre Psychosen lassen sich hingegen auf eine Beeinträchtigung des Gehirns zurückführen, zum Beispiel durch körperliche Erkrankungen, Nebenwirkungen von Medikamenten oder Drogenkonsum.
In unserer Klinik bieten wir eine sorgfältige Diagnostik und individuell angepasste Behandlungsangebote, um Betroffene auf ihrem Weg zu Stabilität, Selbstvertrauen und verbesserter Lebensqualität zu unterstützen.
Depressionen
öffnen/schliessenDepressionen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. 16 - 20 Prozent aller Menschen entwickeln mindestens einmal im Leben eine Depression. In Deutschland leiden etwa 5,3 Millionen Menschen an einer behandlungsbedürftigen Depression
Charakteristisch sind niedergeschlagene Stimmung, Freud- und Lustlosigkeit, Antriebsarmut, verlangsamtes Denken sowie Schlaf- und Appetitstörungen.
Depressive Episoden werden häufig durch belastende Lebensereignisse, Stress, Überforderung oder schwere körperliche Erkrankungen ausgelöst. Viele Betroffene nehmen sich selbst, ihre Umwelt und die Zukunft negativ wahr.
In unserer Klinik begleiten wir Betroffene mit individuell abgestimmten Therapien, um neue Perspektiven zu entwickeln, Stabilität zu gewinnen und die Lebensfreude zurückzugewinnen.
Bipolare Störungen
öffnen/schliessen„Himmel hoch jauchzend, zu Tode betrübt“ – ein Zustand, der vielen Menschen zu schaffen macht. Betroffene schwanken zwischen Gefühlen von Euphorie und Tiefen von Trauer und Verzweiflung.
Bipolare Störungen sind durch episodische manische und depressive Stimmungsschwankungen gekennzeichnet. In manischen Phasen erleben Betroffene ein übersteigertes Hochgefühl, sind häufig überaktiv, euphorisch oder gereizt. Typisch sind starker Rededrang, Verlust sozialer Hemmungen, vermindertes Schlafbedürfnis und eine überhöhte Selbsteinschätzung. Auf diese Phasen folgen depressive Episoden mit gedrückter Stimmung, Antriebslosigkeit und Traurigkeit.
Viele Betroffene fühlen sich stigmatisiert, und auch Angehörige sind nicht selten stark belastet.
In unserer Klinik begleiten wir Menschen mit bipolaren Störungen dabei, ihre Erkrankung besser zu verstehen, mit den Stimmungsschwankungen umzugehen und Strategien zu entwickeln, um langfristig Stabilität und Lebensqualität zu erreichen.
Demenzerkrankungen
öffnen/schliessenStörungen von Gedächtnis und Konzentration treten häufig im Alter auf und können den Alltag stark beeinträchtigen. Treten fortschreitende Beeinträchtigungen des Gedächtnisses zusammen mit Störungen des Denkens, der Lernfähigkeit, der Sprache oder des Urteilsvermögens auf, spricht man von einer Demenz.
Im Anfangsstadium betrifft der Gedächtnisverlust vor allem kurz zurückliegende Ereignisse. Bei fortgeschrittener Erkrankung fällt es Betroffenen zunehmend schwer, neue Informationen zu lernen, und schließlich sind auch länger zurückliegende Erinnerungen nicht mehr zugänglich.
Die Ursachen eines dementiellen Syndroms sind vielfältig und reichen von verschiedenen Gehirnerkrankungen bis hin zu körperlichen Erkrankungen.
In unserer Klinik bieten wir gezielte Früherkennung, umfassende Differentialdiagnostik und individuell abgestimmte Behandlungsansätze, um den Krankheitsverlauf einzuschätzen und frühzeitig stabilisierende Maßnahmen einzuleiten.
Suchterkrankungen
öffnen/schliessenAbhängigkeitserkrankungen sind weit verbreitet. In Deutschland betrifft dies vor allem Alkohol und Tabak, viele Menschen haben zudem Probleme mit Medikamenten, insbesondere Schmerz- und Beruhigungsmitteln, und auch der Konsum illegaler Drogen kann schwerwiegende Folgen haben.
Aus medizinischer Sicht ist das Behandlungsziel meist Abstinenz. Im Sinne der Schadensminimierung und der Verbesserung der psychosozialen und gesundheitlichen Situation der Betroffenen können jedoch auch alternative Strategien wie Substitution oder kontrollierter Konsum sinnvoll sein.
Suchtmittel wirken auf das Belohnungssystem im Gehirn, setzen Botenstoffe frei, die Wohlbefinden erzeugen, und können so ein unkontrolliertes Verlangen auslösen. Häufig entwickelt sich eine Gewöhnung, die Betroffene dazu bringt, immer höhere Dosen einzunehmen.
Die gesundheitlichen und sozialen Folgen betreffen nicht nur die Betroffenen, sondern stellen auch ein gesellschaftliches Problem dar.
In unserer Klinik bieten wir umfassende Diagnostik, individuelle Therapiekonzepte und Unterstützung, um Betroffene auf ihrem Weg zu Abstinenz, Stabilität und Lebensqualität zu begleiten.
Borderline Persönlichkeitsstörungen
öffnen/schliessenJeder Mensch besitzt eine Vielzahl von Persönlichkeitsmerkmalen, die seine individuellen Stärken und Schwächen prägen. Eine Persönlichkeitsstörung liegt vor, wenn typische Verhaltensweisen und Einstellungen zu erheblichen Einschränkungen in der Lebenszufriedenheit oder im Erreichen persönlicher Ziele führen oder wiederholt zu zwischenmenschlichen Konflikten beitragen.
Eine besonders häufige Form ist die Borderline-Persönlichkeitsstörung, die durch Stimmungsschwankungen, Impulsivität und konfliktreiche Beziehungen gekennzeichnet ist. Betroffene erleben oft starke Anspannungen, die sie in dieser belastenden Situation zu Selbstverletzungen oder anderen selbstschädigenden Verhaltensweisen, wie etwa Drogen- oder Alkoholmissbrauch, führen können.
In unserer Klinik unterstützen wir Menschen mit Persönlichkeitsstörungen dabei, ihre Verhaltensmuster zu erkennen, Bewältigungsstrategien zu entwickeln und langfristig mehr Stabilität, Selbstvertrauen und Lebensqualität zu erreichen.
Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS)
öffnen/schliessenDie bekannteste Traumafolgestörung ist die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS, engl. PTSD – Posttraumatic Stress Disorder).
Menschen, die Gewalterfahrungen, Unfälle, Kriege oder andere extrem bedrohliche Ereignisse erlebt haben, können bei Überlastung durch ein einzelnes Trauma oder durch die Summierung mehrerer Traumata eine PTBS entwickeln. Typische Symptome sind einschießende, intrusive Erinnerungen, Alpträume sowie starke körperliche Reaktionen, die oft durch Situationen ausgelöst werden, welche an das traumatische Erlebnis erinnern.
Betroffene zeigen häufig ein Vermeidungsverhalten, um belastende Erinnerungen oder Emotionen zu umgehen. Aufgrund dieser Symptome kann die PTBS den Alltag erheblich beeinträchtigen und die Lebensqualität stark einschränken.
In unserer Klinik begleiten wir Menschen mit Traumafolgestörungen dabei, ihre Erlebnisse zu verarbeiten, belastende Symptome zu reduzieren und Strategien zu entwickeln, um den Alltag wieder stabil und selbstbestimmt zu gestalten.
Angststörungen
öffnen/schliessenAngststörungen gehören weltweit zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen. Angst ist ein lebenswichtiges Gefühl, das wichtige Schutzfunktionen erfüllt. Treten Ängste jedoch unangemessen stark, häufig oder über einen längeren Zeitraum auf oder gehen sie mit Kontrollverlust einher, spricht man von einer Angsterkrankung.
Typisch für Angststörungen sind quälende, überdauernde Ängste oder unangemessene Verhaltensweisen, die der Reduzierung der Angst dienen sollen. Betroffen sein können Menschen mit unspezifischen, generalisierten Ängsten, Panikstörungen oder objekt- und situationsbezogenen Ängsten. Häufig treten auch körperliche Symptome wie Schwindel, Kreislaufbeschwerden oder Übelkeit auf.
Angststörungen treten oft in Verbindung mit anderen psychischen Erkrankungen auf, können aber auch als Begleiterscheinung körperlicher Erkrankungen bestehen.
In unserer Klinik unterstützen wir Betroffene dabei, ihre Ängste zu verstehen, Bewältigungsstrategien zu entwickeln und wieder mehr Kontrolle, Sicherheit und Lebensqualität zu gewinnen.
Zwangsstörungen
öffnen/schliessenEtwa 1–2 Prozent der Menschen in Deutschland sind von Zwangsstörungen betroffen. Betroffene erleben quälende, aufdringliche Gedanken und fühlen sich zu zwanghaften Verhaltensweisen wie exzessivem Waschen, Putzen, Zählen, Wiederholen oder Kontrollieren gedrängt.
Zwangsstörungen treten in Form von Zwangsgedanken und Zwangshandlungen auf. Häufige Gedanken betreffen Ängste vor Kontamination, davor, eine Gewalttat zu begehen, oder davor, etwas moralisch Verwerfliches zu tun. Diese Inhalte widersprechen oft dem Wertesystem der Betroffenen und führen zu großer Verunsicherung. Versuche, die Gedanken zu kontrollieren oder zu neutralisieren, scheitern in der Regel.
Die Zwangshandlungen werden immer wieder ausgeführt, um befürchtetes Leid oder Gefahren abzuwenden. Typische Handlungen sind Wasch-, Kontroll- oder Ordnungszwänge, wobei den Betroffenen meist bewusst ist, dass die Gedanken und Handlungen unvernünftig sind.
Zwangsstörungen führen häufig zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität. Viele Betroffene empfinden zusätzlich Scham, sodass Hilfe oft erst spät oder gar nicht in Anspruch genommen wird.
In unserer Klinik begleiten wir Menschen mit Zwangsstörungen dabei, ihre Gedanken und Verhaltensmuster zu verstehen, bewältigende Strategien zu entwickeln und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.
Autismus bei Erwachsenen
öffnen/schliessenAutismus-Spektrum-Störungen sind Entwicklungsbesonderheiten, die sich vor allem in der sozialen Interaktion, Kommunikation und im Verhalten zeigen. Menschen mit Autismus fällt es häufig schwer, nonverbale Signale wie Blickkontakt, Mimik oder Gestik zu verstehen und auf soziale Situationen flexibel zu reagieren.
Wiederkehrende Verhaltensmuster oder feste Routinen geben vielen Betroffenen Sicherheit und Orientierung. Zugleich verfügen sie oft über besondere Stärken, etwa ein ausgeprägtes Detailbewusstsein oder tiefes Fachwissen in bestimmten Interessensgebieten.
In unserer Klinik unterstützen wir Menschen mit Autismus individuell, fördern ihre Ressourcen und begleiten sie dabei, ihren Alltag selbstbestimmt zu gestalten.
Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Erwachsenenalter
öffnen/schliessenBei Betroffenen von ADHS im Erwachsenenalter bestehen Schwierigkeiten mit der Aufmerksamkeit, Impulsivität und der Regulation körperlicher bzw. innerer Unruhe (Hyperaktivität).
Anzeichen für ADHS können Reizbarkeit, schnell wechselnde Stimmungslagen, desorganisiertes Verhalten oder erhöhte Stressempfindlichkeit sein.
Die Erkrankung gehört zur Gruppe der Verhaltens- und Emotionalen Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend. Im Übergang zum Erwachsenenalter lassen hyperkinetische Symptome (motorische Unruhe) häufig nach. ADHS bei Erwachsenen ist eher durch Schwierigkeiten mit der Aufmerksamkeit sowie der Affekt- und Impulsregulation gekennzeichnet.
In unserer Klinik bieten wir eine umfassende Diagnostik und individuelle therapeutische Unterstützung, um Betroffenen zu helfen, ihre Stärken zu nutzen und den Alltag besser zu bewältigen.