Längst nicht mehr Kind, aber auch noch nicht erwachsen: Adoleszente sind junge Erwachsene im Alter von etwa 16 bis 25 Jahren, die sich im Übergang von Jugend- ins Erwachsenenalter befinden. Diese Lebensphase ist gekennzeichnet durch Umbrüche und wichtige Entwicklungsschritte im Zuge einer altersangemessenen Autonomie- und Identitätsentwicklung. Sie stellt eine Phase erhöhter Vulnerabilität dar, die mit vielen körperlichen, seelischen und sozialen Veränderungen einhergeht. In der Adoleszenz können psychische Störungen erstmals auftreten, bestehende psychische Erkrankungen können sich verschlechtern oder chronifizieren.
Heranwachsende, die in dieser Lebensphase psychisch erkranken, fallen nicht selten aus den etablierten Versorgungsstrukturen heraus. Für eine Behandlung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie sind sie zu selbstständig, trotzdem benötigen sie häufig ein hohes Maß an Unterstützung und Fürsorge.