
Gemeinsam mit Mitarbeitenden, Angehörigen, gesetzlichen Betreuerinnen und Betreuern sowie zahlreichen Gästen wurde die Wohnstätte nun offiziell eröffnet. Aufgrund der sommerlichen Temperaturen wurde das Festprogramm verkürzt.
Für einen stimmungsvollen Auftakt sorgten die „Happy Singers“, der Chor der Behindertenhilfe Idstein, sowie eine Tanzaufführung der Klientinnen und Klienten. Im Anschluss konnten die Gäste die neue Wohnstätte bei Führungen kennenlernen. Besonders schön: Mitarbeitende und Bewohnerinnen und Bewohner präsentierten ihr neues Zuhause gemeinsam.
Moderne Wohnformen für mehr Teilhabe
Die neue Wohnstätte ersetzt das bisherige Wohnangebot in der benachbarten Grunerstraße 45. Dort entsprachen die baulichen Gegebenheiten schon seit längerer Zeit nicht mehr den heutigen Anforderungen an Barrierefreiheit und modernes Wohnen. Im Neubau orientiert sich das Wohnkonzept am allgemeinen Geschosswohnungsbau. Auf drei Etagen entstanden Zwei-Personen-Appartements sowie Wohngemeinschaften mit jeweils vier Bewohnerinnen und Bewohnern. Jeder Mensch findet hier ein dauerhaftes Zuhause mit Privatsphäre, Gemeinschaft und individuell abgestimmter Unterstützung. Ergänzt wird das Angebot durch Räume für die Gestaltung des Tages im Wohnen.
„Mit diesem Neubau schaffen wir ein zeitgemäßes Wohnangebot, das den Anforderungen an modernes Wohnen für Menschen mit Behinderung gerecht wird“, sagte Jochen Schütz, Mitglied der Vitos Konzerngeschäftsführung. „Die Bewohnerinnen und Bewohner erhalten mehr Privatsphäre, mehr Individualität und gleichzeitig die Möglichkeit, Gemeinschaft zu erleben. Solche Investitionen sind ein wichtiger Beitrag, um Teilhabe ganz praktisch zu ermöglichen.“
Schütz verwies zugleich auf die umfangreichen Investitionen von Vitos Teilhabe in die Behindertenhilfe. Allein in den vergangenen Monaten wurden neue Wohnstätten in Bad Wildungen, Niederselters, Weilmünster und nun auch in Idstein eröffnet. Weitere Bauprojekte an verschiedenen Standorten in Hessen sind bereits in Planung oder Umsetzung. Ziel ist es, bestehende Einrichtungen schrittweise durch moderne, barrierefreie Wohnangebote zu ersetzen und die Anforderungen des Bundesteilhabegesetzes konsequent umzusetzen.
Ein Zuhause, das die Bewohnerinnen und Bewohner wachsen sehen konnten
Für Olga Fröse, Geschäftsführerin von Vitos Teilhabe, war der Neubau weit mehr als ein Bauprojekt.
„Viele Menschen verbinden einen Umzug mit Unsicherheit. Hier in Idstein war das anders“, sagte Fröse. „Die bisherige Wohnstätte liegt direkt neben dem Neubau, ebenso die Werkstatt für behinderte Menschen. Unsere Klientinnen und Klienten konnten den Bau vom ersten Aushub bis fast zur letzten Schraube täglich begleiten. Auf ihrem Weg zur Arbeit liefen sie jeden Tag an ihrem künftigen Zuhause vorbei. Sie haben beobachtet, wie es Stück für Stück entstanden ist, konnten die Entwicklung miterleben und sich lange vor dem Einzug mit den neuen Räumen vertraut machen. Aus einer Baustelle wurde nach und nach ein Ort, auf den sich viele gefreut haben.“
Mit dem Neubau investiere Vitos Teilhabe nicht nur in zeitgemäße Wohnbedingungen für die Klientinnen und Klienten, sondern auch in attraktive Arbeitsplätze für die Mitarbeitenden.
„Moderne Ausstattung, durchdachte Raumkonzepte und kurze Wege schaffen gute Bedingungen für die tägliche Assistenz. Gleichzeitig zeigen wir als Arbeitgeber, dass wir in die Zukunft investieren – in gute Rahmenbedingungen für die Menschen, die wir begleiten, und ebenso für diejenigen, die sie dabei unterstützen. Denn so modern ein Gebäude auch sein mag: Erst die Menschen machen daraus ein Zuhause.“
Ein Gemeinschaftsprojekt vieler Beteiligter
Einen persönlichen Einblick in diese intensive Zeit gaben die Teamleitungen der Wohnstätte und der Gestaltung des Tages. Sie beschrieben den Umzug als einen langen Prozess, bei dem die Klientinnen und Klienten von Anfang an eng eingebunden waren. Wochenlang begleiteten sie den Umzug, verabschiedeten sich bei einem gemeinsamen Grillfest von ihrer bisherigen Wohnstätte und freuten sich gemeinsam auf den Neuanfang. „Ein Gebäude ist nicht fertig, nur weil Möbel darin stehen“, machte die Teamleitung der Gestaltung des Tages deutlich. Erst die Menschen, die dort leben und arbeiten, füllen es mit Leben.
Mit dem Einzug ist genau das bereits gelungen. Die neue Wohnstätte bietet heute nicht nur moderne Räume, sondern vor allem ein Zuhause, das Selbstbestimmung, Gemeinschaft und Teilhabe ermöglicht – mitten in Idstein und in direkter Nachbarschaft zur Werkstatt für behinderte Menschen.