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Selbsthilfegruppe von Eltern geistig behinderter Kinder zu Besuch bei Vitos Kalmenhof

Datum:
Fachbereich:
Behindertenhilfe
Gesellschaft:
Vitos Teilhabe gGmbH

Eine Selbsthilfegruppe von Eltern geistig behinderter Kinder aus dem Gegend von Würzburg besuchte letzten Dienstag den Kalmenhof. Die Gruppe nutzte ihre jährliche gemeinsame Freizeit, die sie im nahe gelegenen Schmitten verbrachte dazu, um sich über die Angebote des Kalmenhofs für Erwachsene, Kinder und Jugendliche mit geistigen Behinderungen zu informieren.

Bei Kaffee und Kuchen erhielten die Gäste zunächst einen kurzen Überblick über die wechselvolle Geschichte und die gegenwärtige Struktur des Unternehmens. Darüber entstand dann schnell ein lebendiger Austausch über die Möglichkeiten, die Menschen mit Behinderungen heute in den Bereichen Wohnen, Arbeit und Freizeitgestaltung offen stehen. Da die Kinder der Besucher mittlerweile fast alle volljährig sind oder es in Kürze werden, war das Thema der Lebensperspektiven von großem Interesse für die Gruppe. Jörg Köhnemann, Unternehmensbereichsleiter der Behindertenhilfe für Erwachsene und der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) erläuterte die Unternehmensphilosophie: „Wir unterstützen soweit es notwendig ist, aber eben auch nicht mehr. Unser Ziel ist es, unseren Klienten ein Höchstmaß an Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit zu ermöglichen.“ Die Besucher fragten nach Arbeitsbedingungen, Entlohnung, aber auch nach den Wohnformen und Freizeitangeboten für die Klienten des Kalmenhofs. Es folgte ein Besuch in der Handmontage, einem Arbeitsbereich der WfbM, in dem einfache Verpackungs- und Montagearbeiten durchgeführt werden. Beim Gang über das Gelände des Kalmenhofs im Veitenmühlweg gewannen die Besucher dann auch einen Einblick in das Wohnumfeld der Klienten.

Den Abschluss des Nachmittags bildete ein Besuch der Gedenkstätte am Veitenmühlberg und der Ausstellung zum Krankenmord im Verwaltungsgebäude. Die Betroffenheit der Besucher war deutlich zu spüren. „Aber gerade wir müssen uns diesem Thema stellen“, erklärte Rosemarie Schmitt, die die Freizeit organisiert hatte, ihre Motivation, sich im Urlaub mit diesem finstersten Teil deutscher Geschichte auseinanderzusetzen. „Als Angehörige von Menschen, die damals zu den Opfern gehört hätten, wollen wir wissen, was geschehen ist, um mit dafür zu sorgen, dass sich dieser Teil der Geschichte nie wiederholt.“

Ihren Dank an den Kalmenhof für die Führung und die Gespräche verbanden die Besucher mit einer großzügigen Spende zugunsten der Klienten und Klientinnen des Unternehmens.

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