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Genderspezifische Behandlung

Die Frauenstation in der Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Hadamar ist zusammen mit einer weiteren Klinik für suchtkranke Straftäter die einzige, die in Deutschland auf ein neues „altes“ Prinzip setzt: Geschlechtertrennung. Während in den vergangenen Jahrzehnten in fast allen therapeutischen Einrichtungen die Trennung von Frauen und Männern aufgehoben wurde, geht die Hadamarer Forensik seit 2002 bewusst den umgekehrten Weg. Die Klinikleitung hält diesen Schritt für entscheidend, um die Therapiechancen der suchtkranken Straftäterinnen zu verbessern.

Der Weg in Sucht und Delinquenz hat bei einem großen Teil der Frauen über psychische, körperliche oder sexuelle Gewalt geführt. Diese Erfahrungen wurden oft im Zusammenhang mit Beziehungen gemacht, vor allem zu Männern (Vätern, Brüdern, Verwandten und Partnern). Frauen verarbeiten belastende Lebensereignisse wie diese anders als Männer. Damit risikorelevante Verhaltensmuster geheilt werden können, ist eine genderspezifische Behandlung in einem besonders geschützten Umfeld notwendig. Die therapeutische Auseinandersetzung mit Sucht, Delinquenz und Begleiterkrankungen folgt dabei dem gleichen Ziel wie auf den anderen Therapiestationen.

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