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Epilepsie

Die Epilepsie gehört zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen, etwa 1% der Bevölkerung ist von ihr betroffen. Es  muss zwischen einem epileptischen Anfall und der Epilepsie als einer Krankheit unterschieden werden. 

  • Als epileptischer Anfall wird die vorübergehende, plötzliche Störung der Hirnfunktion bezeichnet. Die Erscheinungsformen basieren dabei auf abnormen neuronalen Entladungen der Hirnrinde.
  • Die Epilepsie ihrerseits ist eine Erkrankung des Gehirns, welche mit der Neigung einhergeht, epileptische Anfälle zu generieren.

Die Epilepsie ist eine chronische Erkrankung mit erheblichen Folgen für den Patienten und deren gesellschaftliches Umfeld, auch in Hinblick auf sozioökonomische Krankheitslasten.  Die Epilepsie ist eine heterogene Gruppe unterschiedlicher Erkrankungen  in Bezug auf die zugrunde liegende Ursache, den Krankheitsverlauf oder das individuelle Therapieansprechen. 

Die Auswahl der Medikamente in der Ersttherapie muss individuell getroffen werden. Dabei müssen Komorbidität und patientenspezifische Bedürfnisse  (z.B. Übergewicht, Kinderwunsch) ebenso berücksichtigt werden wie potentielle Wechselwirkungen mit zusätzlichen Medikamenten.

Die Vitos Klinik für Neurologie Weilmünster bietet Patienten mit behandlungsschwierigen Krankheitsverläufen oder unklarer Diagnose eine stationäre Behandlung an. Hier wird das Therapieregime bei rationalem Einsatz der antikonvulsiven Medikation nach diagnostischer Zuordnung der Epilepsieart unter stationären Bedingungen im Rahmen der Epilepsiekomplexbehandlung optimal gestaltet. Als diagnostische Methoden werden u.a. ein konventionelles EEG, ein Schlafentzugs-EEG sowie erweiterte Schädel-MRT-Sequenzen herangezogen. Unterstützend wird eine intensive und individuell abgestimmte neuropsychologische, ergotherapeutische, physiotherapeutische, logopädische Behandlung sowie Beratung durch Sozialarbeiter angeboten.

Für Patienten mit schwer behandelbaren Epilepsie-Syndromen hat die Vitos Klinik für Neurologie Weilmünster eine Epilepsiesprechstunde nach §116b eingerichtet. Im Rahmen der ambulanten fachspezifischen Versorgung wird außer einer diagnostischen Abklärung mittels EEG zusätzlich die Durchführung von kranialen kernspintomographischen Untersuchungen unter Einbezug epilepsiespezifischer Sequenzen angeboten sowie bedarfsorientierend auch ergänzende fachübergreifende diagnostische Maßnahmen, welche z.T. im Rahmen der Kooperation mit den Universitätskliniken Marburg (UKGM) und Frankfurt am Main erfolgen.

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