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Perspektiven für Versorgungssicherheit und Arbeitsplatzerhalt bei Vitos Weil-Lahn

Datum:
Fachbereich:
Fachbereichsübergreifend
Gesellschaft:
Vitos Weil-Lahn gGmbH

Konzerngeschäftsführer Reinhard Belling und Geschäftsführer Martin Engelhardt informierten die Mitarbeiter über die Perspektiven für den Standort Weilmünster von Vitos Weil-Lahn. Die Geschäftsführung prüft eine Standortverlagerung der neurologischen und psychosomatischen Kliniken von Weilmünster nach Weilburg. Auch für die Psychiatrie werden Verlagerungsoptionen erwogen, ebenso wird langfristig für das Pflegezentrum nach einem neuen Standort gesucht. Hintergrund ist die dauerhafte Sicherstellung der hochwertigen medizinischen Versorgung von Vitos Weil-Lahn in der Region. Dadurch sollen die Arbeitsplätze langfristig gesichert werden.

Gebäudefoto Vitos Weilmünster© Vitos

„Es ist erklärtes Ziel der Gesundheitspolitik, Krankenhäuser stärker zu zentralisieren, um die Qualität der Leistungen zu erhöhen“, erklärt Reinhard Belling, Geschäftsführer Vitos GmbH. „Vor diesem Hintergrund ergäben sich durch die Zusammenarbeit des Vitos Standorts Weilmünster mit dem Kreiskrankenhaus Weilburg gute Chancen, um medizinische Synergien zu erzielen und die Versorgungsqualität der Bevölkerung zu erhöhen.“

Geschäftsführer Martin Engelhardt betont: „Ein zentrales Anliegen bei den strategischen Überlegungen ist der Arbeitsplatzerhalt. Wir möchten die Stellen unserer Mitarbeiter sichern und zukunftsfähig machen.“
 
Die Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen sind schwierig und stellen Krankenhausbetreiber vor große Herausforderungen. Das Spannungsfeld zwischen medizinischer Notwendigkeit und nachhaltiger Finanzierbarkeit wächst seit Jahren. Verordnungen und Gesetze erschweren es den Beteiligten zunehmend, die Balance zwischen einer Ausgabenstabilisierung auf der Seite der Krankenkassen und einer adäquater Finanzierung auf der Seite der Krankenhäuser zu wahren. Beispiele dafür sind das Gesetz für die gestufte Notfallversorgung und die Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung.
 
Das hat einschneidende Folgen, denen die Krankenhäuser vermehrt mit Kooperationen begegnen. So hat Vitos seine Einrichtungen im Landkreis bereits 2016 durch Verschmelzung zu einer Gesellschaft gebündelt. Das reicht aber nicht, um den Standort in Weilmünster in den vorhandenen baulichen Strukturen dauerhaft wirtschaftlich zu betreiben. Deshalb prüft Vitos Weil-Lahn eine Kooperation mit dem Kreiskrankenhaus Weilburg verbunden mit einer Verlagerung der neurologischen und psychosomatischen Kliniken nach Weilburg und führt dazu erste Gespräche mit den Verantwortlichen.
Notwendig ist ein Neubau mit unmittelbarer Anbindung an das Kreiskrankenhaus Weilburg. Das eröffnet die Möglichkeit, medizinische Synergieeffekte zu erzielen. Gleichzeitig werden der Krankenhausstandort langfristig gestärkt und Arbeitsplätze dauerhaft gesichert. Die Mitarbeiter behalten ihre Arbeitsverträge. Vitos möchte die vorhandenen Arbeitsplätze erhalten und für die Zukunft sichern.
 
Nur eine Verlagerung des Krankenhausstandortes macht es möglich, erhebliche Fördermittel zu generieren. Der Krankenhausstrukturfonds, ein Finanzierungsprogramm des Bundes und der Länder zur Verbesserung von Krankenhausstrukturen, stellt hierfür Mittel zur Verfügung.

Perspektivisch sind in Weilmünster immense Investitionen in die Gebäudesubstanz nötig, die in der Nähe eines Neubaus liegen. Der für die Substanzerhaltung geschätzte Betrag von etwa 50 Millionen Euro bewirkt jedoch keine spürbare Verbesserung in der Patientenversorgung, sondern ist allein notwendig, um die Gebäudesubstanz zu erhalten. Der Betrieb eines Krankenhauses in denkmalgeschützten Gebäuden mit über hundertjähriger Bausubstanz verursacht kontinuierlich sehr hohe Instandhaltungskosten. Zudem schränkt die kaum zu verändernde Gebäudestruktur die Möglichkeiten einer modernen Patientenbehandlung erheblich ein.

Gesellschaft:
Vitos Weil-Lahn gGmbH
Fachbereich:
Fachbereichsübergreifend

Pressemitteilung: Perspektiven für Versorgungssicherheit und Arbeitsplatzerhalt bei Vitos Weil-Lahn

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