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Kooperation gemeinsam entwickeln

Datum:
Fachbereich:
Fachbereichsübergreifend
Gesellschaft:
Vitos Weil-Lahn gGmbH

Vitos setzt auf wachsende Kooperationsbereitschaft zur geplanten Standortverlagerung und zutreffende Darstellung der Faktenlage

Vitos Konzerngeschäftsführer Reinhard Belling und Geschäftsführer Martin Engelhardt (Vitos Weil-Lahn) informierten Anfang Juli über eine mögliche Standortverlagerung der neurologischen und psychosomatischen Kliniken von Weilmünster nach Weilburg. Damit sollen medizinische Synergien erzielt und die Versorgungsqualität der Bevölkerung erhöht werden. Unmittelbar nach dem ersten Gespräch mit dem Landrat und Aufsichtsratsvorsitzenden des Kreiskrankenhauses Weilburg (KKH) sowie der internen Bekanntgabe ist Vitos auf die Geschäftsführung des KKH zugegangen, um über die einzelnen Kooperationsfelder zu sprechen und zu Ergebnissen zu kommen.

Gespräche und Ortsbegehungen durchgeführt
Es fanden auf Geschäftsführungsebene bereits Gespräche und Ortsbegehungen statt. Bei denen wurde sowohl konkret über medizinische Synergien gesprochen, 21 Kooperationsfelder identifiziert, als auch eine gemeinsame Besichtigung möglicher Bauplätze unter Hinzuziehung eines Architekten durchgeführt. Grundlage der Gespräche waren die umfangreichen Analysen und Vorarbeiten, die Vitos im Vorfeld erstellt hatte. Soweit es möglich war, hat Vitos konzeptionell vorgearbeitet – die Kooperationsmöglichkeiten können und müssen jedoch von den Partner gemeinsam entwickelt werden.

Strittige Frage
Strittig ist zum jetzigen Zeitpunkt die Frage, ob mit der geplanten Kooperation ein gesellschaftsrechtlicher Zusammenschluss erforderlich ist. Dies hat KKH-Geschäftsführer Peter Schermuly als Bedingung formuliert. Vitos sieht dies als einen nicht gangbaren und nicht erforderlichen Weg an. Die medizinischen und wirtschaftlichen Synergieeffekte lassen sich auch ohne diesen Zusammenschluss realisieren. Man ist so verblieben, dass das Kreiskrankenhaus Weilburg die Absage an ein gesellschaftsrechtliches Zusammengehen in seinen Gremien berät und hierzu eine Rückmeldung gibt. Diese wurde Vitos für Ende September zugesagt.

Gemeinschaftlich Konzept für bessere Patientenversorgung entwickeln
Vitos möchte im Sinne einer Verbesserung der Patientenversorgung das Konzept der Standortverlagerung weiter entwickeln. Das komplexe Vorhaben muss gemeinschaftlich vorangebracht werden. Dafür steht Vitos zur Verfügung und hat das den Verantwortlichen vom ersten Tag an vorgeschlagen. Wichtig ist, nach einer für beide Seiten tragfähigen Lösung zu suchen. Vitos hat den Ball ins Spiel gebracht. Nun kann er aufgenommen werden.

Hintergrund
Das deutsche Krankenhauswesen ist seit Jahren mit tiefgreifenden Herausforderungen und Veränderungen konfrontiert. Die Gesetzgebung ist sehr stark von einem Druck auf kleinere Krankenhäuser und Fachkliniken geprägt. Dies äußert sich in Mindestzahlen hinsichtlich der Menge an Leistungen sowie des vorzuhaltenden Personals. Qualitätsvorschriften verstärken diesen Druck, der von größeren Kliniken leichter zu erfüllen ist. Vor diesem Hintergrund hat Vitos angesichts des bevorstehenden Investitionsbedarfs in Weilmünster die Frage gestellt, wie diese Investitionen spürbare Verbesserung in der Patientenversorgung bringen. Die Prüfung hat ergeben, dass sowohl  hinsichtlich der medizinischen Qualität als auch der Betriebskosten der Standortort Weilburg eine bessere Lösung darstellen kann. Verstärkt wird dieses Ergebnis durch den sogenannten Krankenhausstrukturfond, der finanzielle Mittel für die Schließung von Krankenhäusern bzw. die Aufgabe von Krankenhausstandorten vorsieht.

Pressemitteilung "Kooperation gemeinsam entwickeln" als pdf-Datei

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