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Behandlung

Psychisch kranke Rechtsbrecher werden in Vitos Kliniken für forensische Psychiatrie in Haina, Eltville und Riedstadt untergebracht und therapiert. Die Dauer ihres Aufenthaltes hängt davon ab, ob die Gefahr weiterer erheblicher Straftaten, also eine Gefährdung für die Allgemeinheit besteht. Ist eine Therapie erfolgreich, kann die Erkrankung gut behandelt werden und wird der Patient nach einem sorgfältigen Prüfverfahren als nicht mehr gefährlich eingestuft, kann er schrittweise Lockerungen (Ausgang, begleitet und allein bzw. Urlaub) erhalten und im günstigsten Fall entlassen werden. Ist eine Erkrankung nicht behandelbar und besteht weiterhin eine Gefährdung der Allgemeinheit, muss ein Patient dauerhaft und sicher in der Klinik untergebracht werden.

Abhängigkeitskranke Rechtsbrecher werden in Bad Emstal und in Hadamar behandelt. Die Unterbringung in der so genannten Entziehungsanstalt ist vom Gesetzgeber auf zwei Jahre befristet und kommt auch für Personen in Betracht, die bei Begehung der Tat voll schuldfähig waren. Ziel der Behandlung ist es, den Patienten von seiner Sucht zu heilen und ihm ein straf- und suchtmittelfreies Leben zu ermöglichen. Im Falle der suchtkranken Rechtsbrecher werden diese ganz überwiegend, neben der Unterbringung im Maßregelvollzug, auch zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Das Gesetz sieht vor, dass bei langen Freiheitsstrafen diese zum Teil vor der Unterbringung in der Maßregelvollzugsklinik in der Justizvollzugsanstalt (JVA) vollzogen werden. Damit soll nach einer angemessenen Behandlungsdauer einer bedingten Entlassung nichts mehr im Wege stehen.