© Vitos Weil-Lahn Nach 20 Jahren hat Heinz Valentin sein Amt als Patientenfürsprecher der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie (KPP) Hadamar abgegeben. In einer Feierstunde verabschiedeten die Führungskräfte von Vitos Weil-Lahn und Landrat Michael Köberle den 86-Jährigen und begrüßten gleichzeitig Ingrid Rowland als Neue in diesem Ehrenamt.
Patientenfürsprecher/-innen vermitteln zwischen Patient/-innen und Klinik. Sie werden vom Kreistag gewählt, nehmen Anregungen und Beschwerden der Patient/-innen oder ihrer Angehörigen auf und vertreten deren Anliegen. Ihre im hessischen Krankenhausgesetz geregelten Aufgaben leisten sie unter strikter Wahrung der Vertraulichkeit. Heinz Valentin war zunächst als Stellvertreter von Bernd Schmitt im Einsatz, kümmerte sich aber immer schon um die Belange der KPP-Patient/-innen. Seit 2016 war jeder der beiden für eine der Vitos Kliniken zuständig und sie vertraten sich gegenseitig.
„Sie sind ein extrem wichtiges Bindeglied zwischen der Klinikleitung, unseren Mitarbeitenden und den uns anvertrauten Patientinnen und Patienten“, betonte Vitos Geschäftsführerin Esther Storto und dankte Heinz Valentin für die gute Zusammenarbeit in der Vergangenheit. „Sie hatten immer schon ein offenes Ohr für die Menschen im Kreis“, sagte Klinikmanager Matthias Schulz mit Blick auf die vielen ehrenamtlichen Ämter, die Heinz Valentin im Laufe seines Lebens bekleidet hat. „Es war schön, dass Sie dieses offene Ohr auch für unsere Patientinnen und Patienten hatten. Wir verlieren heute ein Stück Tradition“, so Schulz weiter.
Auch Landrat Michael Köberle fand lobende Worte für den scheidenden Patientenfürsprecher, den sein Vorgänger Manfred Michel vor zwei Jahrzehnten ins Amt gebracht hatte. „Sein kritischer Geist macht ihn aus“, erklärte der Christdemokrat, „aber auch die Liebe zu den Menschen, der Wille, sich einzubringen und der Gesellschaft etwas zurückzugeben.“ Zahlreiche Patientinnen und Patienten, vier Ärztliche Direktoren und verschiedene Bauprojekte hat Heinz Valentin bei Vitos miterlebt. „Wir haben viele Anliegen gemeinsam lösen können und so gehe ich heute mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, so Valentin.
Ingrid Rowland blickt auf 40 Jahre beim Bundeskriminalamt in Wiesbaden zurück. Mit Rentenbeginn zog die heute 69-Jährige in die Gemeinde Waldbrunn und suchte in ihrer neuen Heimat nach einer ehrenamtlichen Tätigkeit – lange vergeblich. „Auf meine Mails und Anzeigen hat sich niemand gemeldet. Dann habe ich Vitos angeschrieben – und hatte zehn Minuten später eine Antwort“, freut sich die gelernte Übersetzerin auf ihre neue Aufgabe. Klinikdirektor Matthias Schulz freut sich auf die gemeinsame Zusammenarbeit und wünschte Ingrid Rowland „viel Erfolg und ein gutes Händchen bei dieser nicht immer ganz einfachen Aufgabe“.