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„Pflege ist vor allem eine Frage der eigenen Haltung“

Datum:
Fachbereich:
Fachbereichsübergreifend
Gesellschaft:
Vitos Herborn gGmbH

Die Vitos Schule für Gesundheitsberufe Mittelhessen verabschiedet 19 Absolvent/-innen im Festsaal von Vitos Herborn.

SGB Kurs 23-26© Vitos Herborn
Die frisch examinierten Pflegefachpersonen der Vitos Schule für Gesundheitsberufe Mittelhessen freuen sich mit ihren Lehrkräften über ihren erfolgreichen Prüfungsabschluss.

An den Vitos Schulen für Gesundheitsberufe Mittelhessen mit Standorten in Herborn und Hadamar haben in diesem Jahr insgesamt 19 Schülerinnen und Schüler ihre Ausbildung zu staatlich geprüften Pflegefachperson erfolgreich abgeschlossen. Für die besten Examen ausgezeichnet wurden Kim-Loreen Künkel (Herborn) sowie Lena-Anh Thao Hofmann und Nina Nolte (beide Hadamar). In den Festreden standen vor allem Haltung und Menschlichkeit im Fokus.

 

Klinikmanager Felix Grabolle gratulierte den Absolventinnen und Absolventen im Namen der Geschäftsführung von Vitos Herborn und Vitos Weil-Lahn. Mit Blick auf die Entwicklungen der vergangenen Jahre gab er den jungen Menschen mit auf den Weg: „Ihr Kopf kann mehr als jeder Computerchip, Ihre Hände mehr als jede Maschine. Handeln Sie stets so, dass Sie anderen und sich selbst in die Augen schauen und ruhigen Gewissens einschlafen können - je nach Dienst morgens, mittags oder abends.“

 

„Bewahren Sie Ihre pflegerische Haltung und entwickeln Sie sie weiter“, betonte auch Tina Drexler, Schulleiterin am Standort Hadamar, die zusammen mit dem stellvertretenden Herborner Schulleiter, Steffen Wetz, durch die Examensfeier führte. „Denn professionelle Pflege zeigt sich nicht allein darin, was wir tun. Sie zeigt sich ganz wesentlich darin, wie wir es tun“, so Tina Drexler. „Professionelle Pflege braucht Wissen und Kompetenz. Aber sie braucht ebenso Empathie, Reflexionsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, die eigene Haltung und das eigene Handeln immer wieder zu überprüfen. Und genau deshalb endet Lernen nicht mit dem heutigen Tag!“

 

Ursel Basener-Roszak sprach von einem Tag des Abschlusses, aber auch des Aufbruchs und unterstrich, welchen Reifeprozess viele Schülerinnen und Schüler in den vergangenen drei Jahren durchlaufen haben. „Wer Menschen pflegt, lernt nicht nur etwas über Gesundheit und Krankheit. Er lernt auch viel über sich selbst“, so die Pflegedirektorin von Vitos Herborn und betonte, dass positive genauso wie negative Erinnerungen wichtige Ankerpunkte für die weitere Entwicklung seien können.

 

Ihr Kollege von Vitos Weil-Lahn, Frank Voss, definierte, was für ihn die Pflege ausmacht: „Gute Pflege ist für mich vor allem eine Frage der persönlichen Grundhaltung, die ich als Pflegefachperson, in  jeder Begegnung an die individuelle Situation und die Bedürfnisse der mir anvertrauten Person anpassen muss. Sie haben immer die Möglichkeit, im Rahmen der professionellen pflegerischen Beziehungsgestaltung, eine Wirksamkeit für ihr gegenüber zu erzeugen“, so der Hadamarer Pflegedirektor.

 

Sidney Maliah Kiessler, Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung und frische examinierte Pflegefachperson, bedankte sich bei Familie, Freunden und Partnern, die die Schülerinnen und Schüler in der anstrengenden Examensphase unterstützt haben. „Eine Prüfung ist noch keine Antwort darauf, was für Menschen oder Pflegefachpersonen Ihr seid“, sagte Annika Seibel stellvertretend für die Betriebsräte von Vitos Herborn und Vitos Weil-Lahn. „Aus Auszubildenden sind Pflegefachkräfte geworden, die Verantwortung übernehmen. Dabei vergesst nie, dass Ihr mit Menschen arbeitet und bewahrt Euch Eure Menschlichkeit.“

 

Die examinierten Pflegefachpersonen:

 

Kurs Herborn, Kursleitung Sarah Lange:

Jasmin Adler, Marleny Sophie Anders, Nehir Ay, Michel Blöcher, Saskia Georg-al-Saadi, Sidney Maliah Kiessler, Stina Kimberly König, Kim-Loreen Künkel, Salome Müller, Emily Bär, Sina Marie Sprenger und Sophie Wehnge.

 

Kurs Hadamar, Kursleitung Christina Göbel:

Athul Dev Chemboth, Lena-Anh Thao Hofmann, Imhan-Nur Karakaya, Michaela Lohnstein, Nina Nolte, Louisa Preußer und Felicitas Streb.

 

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