Suche

Von künstlicher Intelligenz bis Gefährlichkeitsprognose: Experten tauschen sich aus

Datum:
Fachbereich:
Forensische Psychiatrie, Psychiatrische Rehabilitation
Gesellschaft:
Vitos Haina gGmbH

Beim jährlichen forensisch-psychiatrischen Kolloquium der Vitos Klinik für forensische Psychiatrie (KFP) Gießen kamen 80 Fachleute aus Maßregelvollzug und Justiz zusammen. Die Nachfrage überstieg die verfügbaren Plätze deutlich.

Forensisch-psychiatrisches Kolloquium von Vitos Haina in Gießen© Vitos Haina
Sebastian Kötter, stellvertretender Klinikdirektor der Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Gießen, Barbara Reinhardt, abteilungsleitende Psychologin, Dr. Mirko Schulte, Vizepräsident des Kasseler Landgerichts, Prof. Florian Metzger, Ärztlicher Direktor der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Haina, und Lukas Leufgens, abteilungsleitender Psychologe, gehörten zu den Expert/-innen des forensisch-psychiatrischen Kolloquiums in Gießen.

Einen Tag lang diskutierten Ärztinnen und Ärzte, Psychologinnen und Psychologen sowie Anwälte und Vertreter von Gerichten aktuelle Themen der forensischen Psychiatrie. Dr. Mirko Schulte, Vizepräsident des Kasseler Landgerichts, beleuchtete die Gefährlichkeitsprognose – die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit, dass eine Person künftig schwere Straftaten begeht. Er sprach über gesetzliche Anforderungen und wissenschaftliche Standards. „Ein Thema, das nicht nur forensische Kliniken, sondern auch Allgemeinpsychiatrien beschäftigt", verdeutlichte Prof. Florian Metzger, Ärztlicher Direktor der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Haina.

Sebastian Kötter, stellvertretender Klinikdirektor der KFP Gießen, gab einen Einblick in strukturierte Prognoseverfahren aus psychologischer Perspektive und erläuterte deren Potenziale ebenso wie ihre methodischen Grenzen. Barbara Reinhardt, abteilungsleitende Psychologin, verdeutlichte anschließend anhand ausgewählter Einzelfälle deren praktische Anwendung und die dabei zu berücksichtigenden Besonderheiten.

Weitere Themen prägten das Programm: Alexandra Kirste, psychologische Psychotherapeutin der KFP Gießen, berichtete über Erfahrungen mit dem Selbstbestimmungsgesetz. Justiziarin Anne Rohner und Daniel Keck, Referent der Pflegedirektion, beleuchteten die juristischen und ethischen Konsequenzen aktueller gesetzlicher Entwicklungen im Gesundheitswesen für Maßregelvollzugseinrichtungen. Anne Rohner und Lukas Leufgens, abteilungsleitender Psychologe, gaben einen Ausblick auf Einsatzmöglichkeiten künstlicher Intelligenz in forensischen Kliniken.

Rege Diskussionen und die Besichtigung einer Klinikstation rundeten das Kolloquium ab. „Der interdisziplinäre Austausch ist uns wichtig, weil wir uns gegenseitig über aktuelle Entwicklungen informieren", sagte Sebastian Kötter. „Dass wir ausgebucht sind und sogar eine lange Warteliste haben, unterstreicht diese Bedeutung. Das große Interesse freut mich sehr."

Sie verlassen die Website von Vitos

Wenn Sie auf Fortfahren klicken, werden Sie zu %s weitergeleitet. Dort können bei Ihnen Cookies gesetzt und Ihre personenbezogenen und ggf. sensiblen Daten von uns und dem Anbieter verarbeitet werden. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung für den jeweiligen Social-Media-Kanal.

Fortfahren