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Wohngruppe für forensische Patienten

Datum:
Fachbereich:
Forensische Psychiatrie
Gesellschaft:
Vitos Haina gGmbH

Gießener Forensikbeirat: Vorbereitung auf Entlassung – Platz für sechs Bewohner

Im Gießener Forensikbeirat stellten Vitos Haina-Geschäftsführer Matthias Müller (links) und die Ärztliche Direktorin der Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Haina, Dr. Beate Eusterschulte (Dritte von rechts) die Pläne einer Wohngruppe für forensische Patienten vor.

Die Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Haina plant eine Erweiterung des Versorgungsangebotes für psychisch kranke Rechtsbrecher. Am Standort in Gießen soll eine Wohngruppe eröffnet werden, in der Patienten auf die Zeit nach dem Klinikaufenthalt vorbereitet werden. Die Pläne stellte Vitos Haina-Geschäftsführer Matthias Müller im Gießener Forensikbeirat vor. „In der WG werden Menschen leben, bei denen eine Entlassung bereits vorgesehen ist und die auf einen Wohnheimplatz warten“, sagte Ärztliche Direktorin Dr. Beate Eusterschulte.

Die Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Haina reagiert mit diesem Konzept auf die aktuell schwierige Situation in Hessen. Es mangelt an Nachsorgeeinrichtungen für ehemalige Patienten des Maßregelvollzuges. Solche Lebensräume sind jedoch erforderlich, um die Patienten aus der Klinik entlassen zu können. Schließlich ist es das Ziel des Maßregelvollzuges, psychisch kranke Rechtsbrecher durch individuelle Behandlung zu einem straffreien Leben zu befähigen.

Die Wohngruppe soll für sechs Bewohner eingerichtet werden. Das Konzept sieht eine realitätsnahe Tagesstruktur sowie realitätsnahe Rahmenbedingungen für die spätere Entlassung vor. Ebenso soll die Selbständigkeit gefördert werden.

Unveränderte Belegungssituation im Maßregelvollzug

Unverändert ist die Belegungssituation im hessischen Maßregelvollzug. „Sie ist auf hohem Niveau stabil“, sagt die Ärztliche Direktorin. Die Vielzahl an Einweisungen psychisch kranker Rechtsbrecher durch die Gerichte stellt insbesondere die Klinik für forensische Psychiatrie Haina als zentrale Aufnahmeeinrichtung für Hessen vor Herausforderungen. Darauf hat die Klinik bereits mit vielen Maßnahmen reagiert: unter anderem sind in Gießen zwei weitere Stationen eingerichtet worden. 

Aufgrund des Belegungsdrucks plant die Klinik eine zeitnahe Eröffnung der neuen Wohngruppe. Sie soll in modernen Wohncontainern auf dem Gelände in der Licher Straße eingerichtet werden. Binnen zwei Jahren sollen auf den dauerhaften Betrieb ausgelegte Angebote etabliert werden.

Weitere Kapazitäten werden in der Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Riedstadt geschaffen. Mit Fertigstellung des zweiten Bauabschnittes voraussichtlich im Jahr 2021 stehen drei Stationen mit 54 Betten zur Verfügung.

Bericht der Klinikleitung: Eine Entweichung

Die Klinik verzeichnete am Standort Gießen eine Entweichung. Ein Patient war von einem unbegleiteten Ausgang nicht vereinbarungsgemäß zurückgekehrt, wurde aber bereits am nächsten Tag in die Klinik zurückgebracht. Drei Patienten werden in absehbarer Zeit aus Gründen der Verhältnismäßigkeit aus dem Maßregelvollzug entlassen.

Leiter Unternehmenskommunikation Vitos Haina

Rouven Raatz

Rouven Raatz

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