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Tiergestützte Therapie

Der Umgang mit und die Pflege von Tieren ist für viele unserer Patienten und Klienten eine sinnvolle und befriedigende Tätigkeit. Sie trägt oftmals dazu bei, emotionale und seelische Blockaden zu lösen. 

Ziele der Tiergestützten Therapie sind aber auch zum Beispiel die Bewusstmachung und der Umgang mit eigenen Bedürfnissen und den Bedürfnissen anderer (in diesem Fall die des Tieres) sowie der Erhalt und die Weiterentwicklung von sozialen Fähigkeiten wie:

  • Verantwortung zu übernehmen
  • Pflichtbewusstsein und Pünktlichkeit zu stärken
  • das Gefühl „ gebraucht zu werden“ zu empfinden
  • Angst und Stress zu lindern
  • Selbstvertrauen und
  • Belastbarkeit zu stärken

Ihre Spende hilf uns bei der Anschaffung, Ausbildung und Haltung zusätzlicher Therapietiere und ermöglicht weiteren Patienten und Klienten den Zugang zur Tiergestützten Therapie. 

Spenden Sie bitte unter dem Stichwort „Tiergestützte Therapie“ an Vitos Rheingau gGmbH, Bank für Sozialwirtschaft, BIC BFSWDE33MNZ; IBAN DE61 5502 0500 0008 6509 00. 

Oder ganz einfach online spenden. Hier geht es zum Online-Spendenformular

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Tiere als Therapeuten - Fortbildung in einem ungewöhnlichen Aufgabengebiet

Eine ungewöhnliche Fortbildung führten Renate Dörr, Ergotherapeutin bei Vitos Rheingau, und Alexandra Bonner, Diplom-Sozialarbeiterin bei EVIM, in der Vitos psychiatrischen Tagesklinik Wiesbaden durch. Unterstützt von ihren Therapiehunden Mira und Pearl informierten sie interessierte Kolleginnen und Kollegen aus beiden Unternehmen über Ebenen und Wirkungen tiergestützter Interventionen, über geeignete Tiere für die tiergestützte Therapie mit einem speziellen Blick auf geeignete Hunderassen, vor allem aber auch über Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, Sicherheit und Hygiene, Tierschutz und die Ausbildung zu einem Therapiebegleithundeteam.   

„Wir haben immer wieder Nachfragen von interessierten Kollegen zu unserer Arbeit mit Therapiebegleithunden“, erklären die beiden Referentinnen. „Da es nur wenige Fortbildungsmöglichkeiten zu dem Thema gibt, entstand die Idee, einmal über die Möglichkeiten tiergestützter Interventionen zu informieren und von den Erfahrungen in unseren unterschiedlichen psychiatrischen Einsatzgebieten zu berichten. Es ist uns ein Anliegen, die Arbeit mit den Tieren über die einzelnen Institutionen hinaus etwas bekannter zu machen.“  

Tiere und insbesondere Hunde spielen im menschlichen Leben schon seit jeher eine wichtige Rolle, sei es als Jagdbegleiter, als Hüte- oder als Wachhund. Dass sie aber auch einen positiven Einfluss auf die körperliche und seelische Gesundheit von Menschen haben können, den man therapeutisch nutzen kann, ist eine relativ neue Erkenntnis.   

Für psychisch kranke Menschen gehört zu den unmittelbar positiven Aspekten Stressabbau und die Verringerung depressiver Gefühle und Gedanken. Mittelbar hilft die Übernahme von Verantwortung für das Tier, etwa auf Spaziergängen, zur Verbesserung von Achtsamkeit und Klarheit im Verhalten und fördert durch das Erleben von Selbstwirksamkeit auch das Selbstvertrauen.  

„Tiergestützte Therapie ist, wenn sie professionell durchgeführt wird, für viele psychisch kranke Menschen eine hervorragende Ergänzung ihrer Behandlung und eine Bereicherung ihres Alltags“, erläutert Dr. Sibylle C. Roll, Klinikdirektorin der Vitos Klinik Eichberg, zu der die Tagesklinik in Wiesbaden gehört. „Von daher würden wir sie gern allen dafür geeigneten Patienten zukommen lassen“. Notwendig dafür seien aber, ergänzt Beate Schöffel, Fundraiserin im Vitos Konzern, nicht nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich mit einem geeigneten Hund entsprechend fortbilden ließen, sondern auch die notwendigen Mittel dafür. 

SÜWAG und Syna: Unterstützung für das therapeutische Reiten bei Vitos Rheingau

Einen neuen Voltigiergurt für Anton, das Therapiepferd der kinder- und jugendpsychiatrischen Klinik Rheinhöhe, hatte sich Pferdewirtschaftsmeisterin und Ergotherapeutin Nadine Weyerhäuser für ihre kleinen Patienten schon lange gewünscht. Dank einer Spende der Energieunternehmen SÜWAG und Syna konnte dieser Wunsch nun erfüllt werden.   

Voltigieren, wie überhaupt der Umgang mit Tieren, bietet für psychisch kranke Kinder und Jugendliche eine bedeutende Unterstützung im Heilungsprozess. Generell spielen Therapieangebote mit (Haus-)Tieren unterschiedlichster Gattung, unter dem Fachbegriff tiergestützte Therapie zusammengefasst, bei der Behandlung psychisch kranker Menschen aller Altersstufen eine wichtige Rolle: sie helfen beim Stressabbau und verringern negative Gefühle und Gedanken. Die Übernahme von Verantwortung beim Spazierenführen eines Hundes oder dem Striegeln des Pferdes führt zur Verbesserung von Achtsamkeit und Klarheit und steigert das Selbstvertrauen. „Beim Voltigieren kommt dann noch dazu, dass die Kinder und Jugendlichen sich als körperlich kompetent erfahren, dass sie ihre Ängste überwinden müssen, aufeinander achten und sich gegenseitig unterstützen. Das alles stärkt das Selbstwertgefühl, fördert die innere Balance und treibt den Heilungsprozess insgesamt voran“, erläutert Klinikdirektorin Dr. Doris Mallmann die Gründe für den Einsatz eines Therapiepferdes in der Behandlung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher.   

Für Beate Schöffel, Fundraiserin von Vitos Rheingau, sind das die entscheidenden Gründe, immer wieder auf den Sinn von Spenden zugunsten von Tierprojekten in der Psychiatrie aufmerksam zu machen. „Ich freue mich sehr über diese zweckgebundene Spende von SÜWAG und Syna, die gemeinsam die erforderliche Summe zur Verfügung gestellt haben. Sie zeigt, dass wir mit Unterstützung rechnen können, wenn wir Projekte realisieren, die über die Regelversorgung hinausgehen und einen echten Zusatznutzen für unsere Patienten schaffen“, sagt sie. „Tiere tun gut, das weiß jeder, der schon Kontakt zu Tieren hatte. Und was gesunden Menschen gut tut, hilft unseren Patienten und Klienten, die eine gesundheitlich labile Phase durchleben, ganz besonders.“  

„Der Gurt ist einfach klasse“, schwärmt Nadine Weyerhäuser. „Gar kein Vergleich mit dem Vorgängermodell, das wir sehr bald hätten ausmustern müssen. Man kann geradezu sehen, dass die gute Verarbeitung und das weiche Leder den Kindern und Jugendlichen ein Gefühl von Sicherheit vermitteln und sie sich auf dem Pferderücken so richtig wohl fühlen.“  

Wer die Spendenprojekte der tiergestützten Therapie bei Vitos Rheingau unterstützen möchte, spendet an: 

Vitos Rheingau gemeinnützige GmbH, Bank für Sozialwirtschaft, BIC BFSWDE33MNZ; IBAN DE61 5502 0500 0008 6509 00. Stichwort „Tiergestützte Therapie“ 

Oder ganz einfach online spenden. Hier geht es zum Online-Spendenformular

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