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Psychodynamisch imaginative Traumatherapie

Ähnliche Begriffe: Traumatherapie

PITT ist eine Form der Traumatherapie, die oft auf mehrere stationäre und ambulante Behandlungsphasen aufgeteilt wird.

Die psychodynamisch imaginative Traumatherapie (kurz: PITT) wurde in Deutschland von Luise Reddemann entwickelt und stellt eine Weiterentwicklung der psychodynamischen (tiefenpsychologischen) Psychotherapie dar, bei der besondere Aspekte berücksichtigt werden.

Patienten, die schwierige biografische Erlebnisse traumatisch verarbeitet haben, leiden häufig an zahlreichen Symptomen einer Posttraumatischen Belastungsstörung. Dazu gehören beispielsweise erhöhte Schreckhaftigkeit oder Albträume. Außerdem erleben diese Patienten sogenannte „Flashbacks“, also Nachhallerinnerungen, bei denen sie erneut die Gefühle empfinden, die mit dem traumatischen Erlebnis zusammenhängen.

Die Posttraumatische Belastungsstörung wirkt sich auch körperlich aus: Das vegetative Nervensystem, das Körperfunktionen wie das Atmen oder den Stoffwechsel kontrolliert, befindet sich in einem überaktiven Zustand. Das kann sich zum Beispiel durch Herzrasen, Schwitzen oder Schlafstörungen ausdrücken. In der Behandlung spielen deshalb neurophysiologische Vorgänge, also das Zusammenspiel zwischen Nervensystem und Muskeln, eine sehr bedeutende Rolle. Aus diesem Grund ist Körpertherapie ein wichtiger Bestandteil der Behandlung, die Patienten lernen also zum Beispiel Entspannungstechniken kennen.

Ein besonderes Augenmerk liegt während der Behandlung darauf, dass die Patienten jederzeit „Herr des Geschehens“ bleiben. Sie erhalten Hilfen in den Phasen von Unsicherheit und zeitlich oder örtlicher Desorientiertheit. Sie lernen mittels Imaginationen, ihr aufgewühltes Nervensystem zu beruhigen („sich selbst beruhigen, sich in den Arm nehmen“) und ihr Inneres zu stabilisieren.

Wenn die Patienten ausreichend stabil sind und sich selbst gut regulieren können, kann die Therapie in einer fortgeschrittenen Phase die Trauma-Inhalte in den Blick nehmen. Ziel ist es dann, das Trauma zu bearbeiten und zu integrieren. Es geht hier also nicht darum, Traumata aus der Erinnerung zu löschen, sondern darum, ihre Wirkung zu entkräften. Dadurch soll der Patient das Trauma akzeptieren und seine Folgen handhaben können. Während der gesamten Behandlung stellen die Behandler eine Atmosphäre von Empathie, Wertschätzung, Respekt und hoffnungsvoller Zugewandtheit her.

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