Suche

Ausscheidungsstörungen

Ähnliche Begriffe: Einnässen, Einkoten, Enuresis, Enkopresis

Wenn sich Kinder unbeabsichtigt einnässen oder einkoten, kann dies auf eine Ausscheidungsstörung hindeuten.

Säuglinge und Kleinkinder können Urin und Kot noch nicht willentlich einhalten. Ein unwillkürlicher Abgang von Urin ist in diesem Alter also völlig normal.

Mit zunehmendem Reifegrad können Kinder ihren Harndrang normalerweise kontrollieren. Wenn sie sich dennoch einnässen, sollte zunächst geprüft werden, ob hierfür vielleicht eine körperliche Ursache in Frage kommt. Das könnten unter anderem sein:

  • Veränderungen in der Anatomie von Nieren, Harnblase und ableitenden Harnwegen,
  • Entzündungen,
  • Stoffwechselerkrankungen wie zum Beispiel Diabetes mellitus,
  • nervliche Ursachen,
  • Veränderungen im Zusammenspiel von Muskeln und etwa der Harnblase.

Bei Kindern unter sieben Jahren gilt es durchaus noch als altersentsprechend, wenn sie ein- bis zweimal im Monat einnässen. Auch bei über 7-Jährigen kann ein Einnässen einmal pro Monat vorkommen, ohne dass eine Krankheit vorliegen muss.  

Für die Beurteilung, ob eine Krankheit vorliegt, ist auch die Beantwortung folgender Fragen wichtig:

  • Geschieht das Einnässen vor allem nachts oder tagsüber?
  • Ist es das einzige Symptom oder eines von mehreren?
  • War das Kind zwischenzeitlich einmal trocken? War es also für wenigstens ein halbes Jahr in der Lage, den Harn willkürlich zurückzuhalten?

Liegt tatsächlich eine Ausscheidungsstörung vor, klären die Behandler/-innen, wo die Ursachen liegen und welcher Behandlungsansatz sinnvoll ist.

Eine Behandlung findet in mehreren Stufen statt und gelingt häufig ambulant, also ohne dass das Kind stationär in der Klinik bleiben muss.

Auch für das Einkoten gilt: Zunächst geht es darum, körperliche Ursachen zu erkennen und gegebenenfalls zu behandeln, bevor eine kinder- und jugendpsychiatrische Diagnostik und Therapie erfolgt. Ein erster Schwerpunkt liegt dann bei der Einschätzung der Ursachen und der Begleitsymptomatik:

  • Verweigert das Kind den Toilettengang?
  • Hat es dabei Schmerzen?
  • Hat es Ängste?
  • Gibt es traumatische Vorerfahrungen?
  • Welche Auswirkungen hat die Störung auf das Kind und sein Umfeld?

Diese und weitere Fragen helfen dabei, die Störung einzuordnen und eine geeignete Therapie zu finden.

 

Einrichtungssuche

Auswahl filtern:
Angebotsart:

Es gibt insgesamt 262 Einrichtungen