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Posttraumatische Belastungsstörung

Ähnliche Begriffe: Trauma, akute Belastungsstörung, Anpassungsstörung

Eine posttraumatische Belastungsstörung ist die Folge einer schweren Belastung, der ein Kind oder Jugendlicher ausgesetzt ist. Sie tritt mit teils großer zeitlicher Verzögerung auf.

Eine posttraumatische Belastungsstörung ist eine Reaktion auf ein sehr belastendes und schreckliches Erlebnis oder auf Situationen, in denen die Kinder und Jugendlichen sich außergewöhnlich bedroht fühlen. Diese Situationen oder Erlebnisse überschreiten ihre seelische Belastungsgrenze.

Die Reaktion darauf tritt mit zeitlicher Verzögerung auf: Zwischen dem traumatisierenden Erlebnis und der Reaktion darauf können Wochen, Monate oder gar Jahre liegen.

Ereignisse, die in der Folge bei den Kindern und Jugendlichen eine posttraumatische Belastungsstörung auslösen können, sind sämtliche Situationen, in denen sie sich existenziell bedroht fühlen, und durch die ihr seelisches Gleichgewicht erschüttert werden kann. Dazu gehören:

  • plötzlicher Verlust von wichtigen Bezugspersonen
  • schwere Erkrankung eines Elternteils
  • Kriegserlebnisse
  • Naturkatastrophen
  • Verkehrsunfälle
  • das Auffinden eines Toten
  • innerfamiliäre Gewalt
  • Vergewaltigung oder sexueller Missbrauch
  • Situationen schwerer sozialer Demütigung

Die posttraumatische Belastungsstörung ist eine Form des Traumas. Ein Trauma kann mit verschiedenen Symptomen einhergehen, die generell in drei Gruppen unterteilt werden:

  • Symptome des Wiedererlebens: Die Kinder und Jugendlichen erleben die Gefühle, die mit dem traumatisierenden Ereignis einhergehen erneut, zum Beispiel in Träumen, in der Erinnerung oder in Bildern, die sich ihnen plötzlich aufdrängen. Dabei handelt es sich um so genannte Flashbacks.  
  • Symptome der Vermeidung: Die Kinder oder Jugendliche versuchen Reize zu vermeiden, die sie an die traumatisierende Erfahrung erinnert. Sie wirken teilnahmslos und emotional wie betäubt. 
  • Symptome der nervösen Übererregbarkeit: Die Kinder und Jugendlichen sind unruhig und ängstlich, sie klammern sich an Bezugspersonen. Sie leiden unter Schlaflosigkeit und Konzentrationsstörungen.

Mehr über das Krankheitsbild im Erwachsenenalter lesen Sie hier

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