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Vorlesetag

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Vorlesen stärkt die Beziehung zwischen Eltern und ihren Kindern.

Der zweite Lockdown in diesem Jahr bringt für Kinder und Jugendliche erneut enorme Einschränkungen mit sich: Sie können ihre Freunde nicht mehr treffen, viele ihrer Hobbys nicht mehr ausüben. Außerdem werden die Tage kürzer, auch Aktivitäten im Freien sind damit zunehmend eingeschränkt.

Zeit und Gelegenheit, es sich drinnen mit einem Buch gemütlich zu machen – und sich mal wieder etwas vorlesen zu lassen. Denn: „Vorlesen stärkt die Beziehung“, sagt Dr. Annette Duve. Die Klinikdirektorin der Vitos Klinik Hofheim möchte Eltern anlässlich des bundesweiten Vorlesetages darin bestärken, ihren Kindern vorzulesen – auch, wenn sie schon selbst lesen können.

 

 

Interview: Warum Vorlesen so wichtig ist

Dr. Annette Duve ist Klinikdirektorin der Vitos Klinik Hofheim.

Warum ist das Vorlesen für Kinder so wichtig?

Dr. Annette Duve: Kinder lieben Geschichten, weil sie dadurch die Welt entdecken können. Sie identifizieren sich mit den Figuren und durchleben Situationen gemeinsam mit ihnen. Durch das Vorlesen werden sie in diesen Situationen begleitet: Obwohl sie also in die Geschichten eintauchen, haben sie gleichzeitig einen sicheren Abstand. Denn es gibt ja eine Bezugsperson, die ihnen Fragen beantwortet und mit der sie über das Vorgelesene sprechen können.

Vor allem kleinere Kinder hören gerne immer wieder die gleichen Geschichten. Warum ist das so?

Dr. Duve: Kleine Kinder mögen Rituale. Einerseits finden sie Sicherheit in der Wiederholung des Bekannten, andererseits tauchen sie stärker als ältere Kinder in die Dynamik der Geschichten ein – das heißt, sie ängstigen, ärgern oder freuen sich immer wieder mit ihren Helden. Nach und nach gewinnen sie mehr Sicherheit und Abstand. Trotzdem prägen diese Geschichten und sind oft Gegenstand dauerhafter Kindheitserinnerungen.

Warum ist Vorlesen auch dann sinnvoll, wenn Kinder schon selbst lesen können?

Dr. Duve: Vorlesen stärkt die Beziehung. Kaum eine andere gemeinsame Aktivität spendet so viel ungeteilte Aufmerksamkeit. Geschichten werden gemeinsam durchlebt und besprochen. Oft entsteht auch eine besondere Nähe und Gelegenheit, Freuden oder Belastungen des Tages zu besprechen.

Zur Person: Dr. Annette Duve ist Klinikdirektorin der Vitos Klinik Hofheim, einem Fachkrankenhaus für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie. Sie ist die größte kinder- und jugendpsychiatrische Klinik in Hessen und versorgt fünf Landkreise. Die jungen Patienten können stationär, teilstationär oder ambulant in Heppenheim, Höchst im Odenwald oder Riedstadt behandelt werden.

Hier erfahren Sie mehr über die Vitos Klinik Hofheim

 

Hintergrund

Bundesweiter Vorlesetag

Der bundesweite Vorlesetag von Stiftung Lesen, der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Deutschen Bahn Stiftung findet jedes Jahr am dritten Freitag im November statt. Er will ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für das Vorlesen setzen und so Freude am Lesen wecken. 

Aktionen zum Vorlesetag am 20. November

Der bundesweite Vorlesetag 2020 findet am 20. November statt. Er steht in diesem Jahr unter dem Motto „Europa und die Welt“. Wegen der Covid-19-Pandemie gibt es in diesem Jahr vor allem digitale Angebote.

Karriere

Arbeiten in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Psychische Erkrankungen sind eine schwere Belastung für Kinder, Jugendliche und ihre Familien. Vitos bietet ihnen Hilfe: Unsere Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie bieten ambulante, tagesklinische und stationäre Behandlungsangebote.Wir behandeln und betreuen unsere jungen Patienten mit multiprofessionellen Teams aus (Fach-)Ärzten, (Kinder-)Krankenpflegekräften, Erziehern, Heilerziehern, Diplom-Psychologen, Ergo- und Bewegungstherapeuten, Krankengymnasten, Physiotherapeuten, Sozialarbeitern und Sozialpädagogen.

Wir freuen uns auf neue Kollegen! Über die Karrieremöglichkeiten in unseren Kliniken können Sie sich auf unserem Karriereportal informieren:

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