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Essstörung

Ähnliche Begriffe: Essstörungen (ICD 10 F5), Bulimie, Magersucht, Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Binge-Eating-Störung (BES)

Eine Essstörung ist eine Form der Verhaltensstörung, bei der sich Betroffene ständig mit dem Thema Essen beschäftigen. Zu den Essstörungen zählen Magersucht (Anorexia nervosa), Ess-Brechsucht (Bulimia nervosa) und die Binge-Eating-Störung.

Von einer Magersucht (Anorexia nervosa) spricht man, wenn

  • das Körpergewicht mindestens 15 Prozent unter dem Normalgewicht liegt.
  • der Gewichtsverlust durch die Essgewohnheiten selbst herbeigeführt wird. Verstärkt wird er dabei durch übertriebene körperliche Aktivität, selbst herbeigeführtes Erbrechen, zusätzliches Abführen und/oder die Einnahme von Appetitzüglern.
  • eine krankhafte Furcht besteht, dick zu werden.
  • eine endokrine Störung vorliegt, die sich bei Frauen im Ausbleiben der Regelblutung äußern kann.

Magersucht ist oft lebensbedrohlich und bedarf zeitnah einer Behandlung.

Zu den Merkmalen einer Ess-Brechsucht (Bulimia nervosa) zählen:

  • Es besteht eine Art Zwang zu essen.
  • Heißhungerattacken, bei denen die Betroffenen oft in kurzer Zeit große Mengen Nahrung zu sich nehmen.
  • Als Ausgleich zu den Essanfällen führen die Betroffenen selbst Erbrechen herbei, nehmen Abführmittel zu sich, hungern oder treiben übermäßig Sport.
  • Es besteht eine krankhafte Furcht, dick zu werden.
    Zu den Merkmalen Binge-Eating-Störung (BES) gehört, dass die Betroffenen
  • unkontrolliert essen, ohne hungrig zu sein,
  • in kurzer Zeit ungewöhnlich viel essen,
  • besonders schnell essen,
  • aus Schuld oder Scham essen,
  • nach dem Essen Ekel, Scham oder tiefe Niedergeschlagenheit empfinden.

Essstörungen sind meist gut behandelbar.

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