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Vitos Klinik Eichberg

Das Direktionsgebäude der Klinik Eichberg mit Weinberg im Vordergrund© C. Feigl
Das Direktionsgebäude der Klinik Eichberg mit Weinberg im Vordergrund

Die Klinik Eichberg ist eine Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie mit einem Versorgungsauftrag für den Rheingau-Taunus-Kreis und Teile der Landeshauptstadt Wiesbaden. Insofern spielt die Aufnahme akut psychisch erkrankter Menschen eine wichtige Rolle.

Aber auch die längerfristige psychotherapeutisch geprägte Behandlung von Patienten ist Auftrag der Klinik. Sie verfügt über sechs störungsspezifisch ausgerichtete Stationen auf dem Eichberggelände mit 132 Betten. Dazu kommen drei Ambulanzen: auf dem Eichberggelände in Eltville, in Idstein und in Wiesbaden. Zwei Tageskliniken in Idstein und in Wiesbaden runden das Angebot ab.

Was wir tun

Das stationäre Behandlungsangebot umfasst die medikamentöse Behandlung und die Psychotherapie, einzeln und in Gruppen sowie die für jede psychische Erkrankung wichtige Psychoedukation. Dabei geht es darum, die Patienten über ihre jeweilige Krankheit aufzuklären, damit sie die Therapie besser unterstützen können. Stationsübergreifend bietet die Klinik außerdem Ergotherapie, Kunst-, Musik-, Theater-, Physio- und Bewegungstherapie.

Evidenzbasierte Therapie

Für alle Behandlungsangebote der Klinik gilt, dass sie nur eingeführt werden, wenn wissenschaftlich fundierte Studien über ihre Wirksamkeit vorliegen. Mit dieser evidenzbasierten Medizin bietet die Klinik ihren Patienten ein hohes Maß an Sicherheit in Bezug auf die Wirksamkeit der jeweiligen Behandlung.

Spezielle Therapien und medizinische Angebote

Die Klinik Eichberg ist eine historische Psychiatrie, es gibt sie schon seit über 200 Jahren. Aber sie ist auch eine moderne Klinik, die gesicherte Fortschritte der medizinischen Fachrichtungen zügig aufgreift, sich im Rahmen der Möglichkeiten einer Versorgungsklinik an Forschungsvorhaben beteiligt - und manchmal auch ein Vorreiter ist. Lesen Sie mehr über

Das „Eichberger Modell 3.0“

CBASP - Psychotherapie bei chronischer Depression

Chronisch verlaufende Depressionsformen sind schwierig zu behandeln; darüber ist sich die Fachwelt einig. Dieser Patientengruppe kann mithilfe von CBASP (Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy, entwickelt von Prof. James P. McCullough) psychotherapeutisch gut geholfen werden.

Der chronisch depressive Verlauf wird als Ergebnis anhaltender Hilflosigkeit betrachtet, die im Rahmen früherer interpersoneller Traumatisierungen, z. B. durch emotionale und physische Vernachlässigung, gelernt wurde („egal was ich mache, ich kann in meinem Leben nichts verändern“). Soziale Interaktionen verlaufen für die Betroffenen aufgrund eines chronisch niedrigen Selbstwerts und mangelnder Selbstwahrnehmung unbefriedigend und werden zunehmend vermieden. Dies führt zu einer Entkopplung von der Umwelt.

Ziel der Psychotherapie ist es, an interpersonell wirksamen Denk- und Verhaltensmustern zu arbeiten. Die Patienten lernen zu erkennen, wie sie auf ihre Mitmenschen wirken und was andere bei ihnen selbst auslösen, um auf dieser Grundlage soziale Interaktionen den eigenen Wünschen und Zielen entsprechend aktiv mitzugestalten. Dies bedeutet, dass sie ihre Aufmerksamkeit von intrapsychischen Prozessen, wie z.B. Selbstabwertungen und ständiges Sorgen, auf Konsequenzen ihres eigenen Verhaltens im Hier und Jetzt lenken. So können die Betroffenen neue heilsame Beziehungserfahrungen machen und alte dysfunktionale Entwicklungsblockaden auflösen.

Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT)

Die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) ist ein Therapieverfahren, das als störungsspezifisches Konzept zur Behandlung von chronisch suizidalen Patientinnen Anfang der 90er Jahre von der amerikanischen Psychologie-Professorin Marsha Linehan in Seattle (USA) entwickelt wurde.

Heute ist DBT die Methode der Wahl zur Behandlung der Borderline-Persönlichkeitsstörung. DBT basiert auf empirisch abgesicherten kognitiv-behavioralen Verfahren, integriert jedoch Strategien und Techniken aus anderen Therapiemethoden sowie fernöstliche Meditationstechniken (Achtsamkeit). Das Prinzip der DBT beruht auf der Balance zwischen Akzeptanz des Geschehenen und der Bereitschaft zur Veränderung.

Zunächst war das Verfahren als ambulante Therapie für Erwachsene in einem Setting von Einzeltherapie und Fertigkeitentraining in der Gruppe entwickelt. Inzwischen ist auch im stationären und teilstationären Rahmen eine DBT-Behandlung möglich.

Die Klinik Eichberg behandelt Patientinnen und Patienten mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung in durch den Dachverband DBT zertifizierten Behandlungseinheiten stationär, tagesklinisch oder ambulant.

Seit 2012 ist unsere Tagesklinik die erste vom Dachverband DBT zertifizierte Behandlungseinheit in Hessen. Die Station E 11, die ebenfalls einen Behandlungsschwerpunkt auf DBT legt, folgte im Jahr 2016. Und seit 2017 ist auch die Ambulanz in Wiesbaden DBT-zertifiziert.

Posttraumatische Belastungsstörung

Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine Reaktion auf Ereignisse, in denen eine außergewöhnliche Bedrohung erlebt wurde (z. B. Verkehrsunfälle, sexuelle Übergriffe, Naturkatastrophen, Überfälle, Kriegserlebnisse). Die Hauptsymptome sind wiederkehrende, sich aufdrängende Nachhallerinnerungen („Flashbacks“), welche von der betroffenen Person als nicht steuerbar erlebt werden. Oft treten diese Erinnerungen auch in Form von Albträumen auf. Weitere Kennzeichen für das Vorhandensein einer PTBS sind Vermeidungsverhalten, emotionale Taubheit, Schreckhaftigkeit, innere Unruhe, Konzentrationsstörungen und Reizbarkeit.

Häufig erschweren auch anhaltende Gefühle wie Schuld und Scham die psychische Verarbeitung.

Unter Berücksichtigung der Stabilität unserer Patienten werden in beschützendem Rahmen konfrontative Therapieverfahren angewendet, um so die Integration des erlebten Traumas in die Gesamtpersönlichkeit zu ermöglichen.

Schematherapie

Die Schematherapie gehört zu den verhaltenstherapeutischen Verfahren und stellt eine Weiterentwicklung der kognitiven Verhaltenstherapie dar. Sie wurde von dem amerikanischen Psychologen und Psychotherapeuten Jeffrey E. Young entwickelt. Sie beinhaltet neben verhaltenstherapeutischen Bausteinen auch tiefenpsychologische Elemente sowie Elemente aus anderen therapeutischen Richtungen (z.B. der Bindungstheorie und der Gestalttherapie).

Was ist ein Schema?
Ein Schema stellt ein meist früh in der Kindheit erworbenes „Lebensmuster“ dar, das einen Menschen sein Leben lang begleitet und sein Verhalten und Erleben prägt. In der Schematherapie werden langfristige Veränderungen durch die therapeutische Arbeit an sogenannten maladaptiven, d.h. ungünstigen, Schemata erreicht. Denn diese ungünstigen Erlebens- und Verhaltensmuster führen häufig zu Schwierigkeiten im Umgang mit der eigenen Person und den Mitmenschen (z. B. Einsamkeit, häufige Konflikte, ungünstige Verhaltensweisen). Bearbeitet werden in der Therapie die sogenannten Modi.

Was ist ein Modus?
Jeder Mensch kennt unterschiedliche „Seiten“ an sich, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Alltag mehr oder weniger spürbar sind. Eine solche „Seite“ (oder auch Facette der Persönlichkeit) wird auch als Modus bezeichnet. In jedem unserer Modi stehen unterschiedliche Gedanken, Gefühle, Erinnerungen und Verhaltensweisen im Vordergrund. Hilfreiche, gesunde Modi überwiegen bei psychisch gesunden Menschen, während Menschen mit psychischen Erkrankungen Schwierigkeiten in ihrem Wahrnehmen, Erleben und Handeln haben, die durch schmerzhafte (maladaptive) Modi gut erklärt werden können.

Schematherapeutisches Behandlungsprogramm in der Klinik Eichberg/Station E12
Als eine von wenigen akutpsychiatrischen Kliniken in ganz Deutschland bieten wir ein intensives stationäres schematherapeutisches Behandlungsprogramm für Patientinnen und Patienten mit Persönlichkeitsstörungen an. Das gesamte Stationsteam hat eine schematherapeutische Ausbildung durchlaufen. Unser schematherapeutisches Angebot besteht aus schematherapeutischen Einzel-Therapiesitzungen (1 x pro Woche) und mehreren schematherapeutischen Gruppenangeboten (mehrfach pro Woche). Wir arbeiten in enger Anlehnung an das Manual „Schematherapie erfolgreich anwenden“ (N. Reiss et al., 2015, Junfermann Verlag).

Wer profitiert von der Schematherapie
Patienten, die im Alltag Schwierigkeiten durch festgefahrene zwischenmenschliche Verhaltens- und Erlebensmuster haben, wie es z.B. bei Persönlichkeitsstörungen oder andere chronischen psychischen Erkrankungen. Insbesondere, wenn Sie an einer Persönlichkeitsstörung und zusätzlichen Problemen mit Alkohol oder Drogen leiden, wenden Sie sich an uns. Wir vereinbaren gerne ein ambulantes Vorgespräch mit Ihnen, in dem wir gemeinsam besprechen, ob Sie von diesem Programm profitieren können.

Bitte wenden Sie sich für eine Terminvereinbarung an unser Belegungsmanagement.

Impressionen der Vitos Klinik Eichberg

Eindrücke von der Klinik und dem sie umgebenden Landschaftspark

Kontakt

Hier finden Sie Ihre Ansprechpartner in der Vitos Klinik Eichberg.

Ärztlicher Direktor Vitos Klinikum Rheingau

Prof. Dr. med. Dieter F. Braus

Telefon:
0 61 23 ‐ 60 22 30
E-Mail:
Dieter.Braus(at)vitos-rheingau.de

Assistentin der Ärztlichen Direktion Vitos Klinik Eichberg

Melanie Back

Telefon:
0 61 23 ‐ 60 22 30
Fax:
0 61 23 ‐ 60 26 66
E-Mail:
melanie.back(at)vitos-rheingau.de

Krankenpflegedirektorin Vitos Klinikum Rheingau

Krankenpflegedirektorin  Krankenpflegedirektion & Vitos Klinikum Rheingau

Ljiljana Orlic

Telefon:
0 61 23 ‐ 60 24 67
E-Mail:
ljiljana.orlic(at)vitos-rheingau.de

Sekretärin der Krankenpflegedirektion Vitos Klinikum Rheingau

Schäufele

Ute Schäufele

Telefon:
0 61 23 ‐ 60 24 67
E-Mail:
Ute.Schaeufele(at)vitos-rheingau.de

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