Klinikprofil
Vitos Klinik Eichberg für Psychiatrie und Psychotherapie

Die Vitos Klinik Eichberg ist eine Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie für Erwachsene mit einem Versorgungsauftrag für den Rheingau-Taunus-Kreis und Teile der Landeshauptstadt Wiesbaden. Insofern spielt die Aufnahme akut psychisch erkrankter Menschen eine wichtige Rolle. Sie verfügt über fünf störungsspezifisch ausgerichtete Stationen auf dem Eichberggelände mit 120 Betten.
Was wir tun
Das stationäre Behandlungsangebot umfasst die medikamentöse Behandlung und die Psychotherapie, einzeln und in Gruppen sowie die für jede psychische Erkrankung wichtige Psychoedukation. Dabei geht es darum, die Patienten über ihre jeweilige Krankheit aufzuklären, damit sie die Therapie besser unterstützen können. Stationsübergreifend bietet die Klinik außerdem Ergotherapie, Kunst-, Musik-, Theater-, Physio- und Bewegungstherapie.
Evidenzbasierte Therapie
Für alle Behandlungsangebote der Vitos Klinik Eichberg gilt, dass sie nur eingeführt werden, wenn wissenschaftlich fundierte Studien über ihre Wirksamkeit vorliegen. Mit dieser evidenzbasierten Medizin bietet die Klinik ihren Patienten ein hohes Maß an Sicherheit in Bezug auf die Wirksamkeit der jeweiligen Behandlung.
Stationen und Behandlungsschwerpunkte
Station 1 - Rheingarten (Notfall-Psychiatrie und Akutstation)
öffnen/schliessenDie Bewältigung von Krisen mit akuter Eigen- und/oder Fremdgefährdung im Rahmen jeglicher psychischer Erkrankung erfordert in vielen Fällen einen in besonderem Maße schützenden Rahmen. Die Akutstation Rheingarten ist sowohl personell als auch baulich-infrastrukturell darauf ausgelegt, Menschen mit besonders schwerwiegenden psychischen Leiden und gefährlichen Krisen eine Genesung unter sicheren Umständen zu ermöglichen.
Der Schwerpunkt der Station liegt in der Behandlung von Patienten des gesamten psychiatrischen Erkrankungsspektrums; die Station fungiert als psychiatrische Intensivstation und verfügt über 24 vollstationäre beschützt geführte Behandlungsplätze in 13 hellen Ein- oder Zweibettzimmern, hiervon drei Überwachungszimmer (davon zwei im besonders gesicherten Bereich) sowie einen Time-out-Raum. Es besteht Zugang zu einem nur durch die Station zu nutzendem großzügigem Innenhof und einem weitläufigem Stationsgarten.
Zur Optimierung der Sicherheit aller Patienten und Mitarbeiter verfügt die Station über einen besonders gesicherten Bereich, der durch Türen vom allgemeinen Teil der Station getrennt ist. Dieser dient der Reizabschirmung, der engmaschigen Überwachung zum Schutz vor schweren eigengefährdenden Handlungen sowie der räumlichen Trennung von anderen Patienten bei Anspannungszuständen. Der Bereich hat einen eigenen Tagesraum sowie (fakultativ) einen exklusiven Zugang zum Innenhof, um auch Patienten, die des Schutzes dieses Bereiches bedürfen, Zugang zu Bewegung und Frischluft zu ermöglichen.
Die Aufnahme auf die Station kann bei entsprechender Indikation zu jedem Zeitpunkt auf freiwilliger Basis oder nach gesetzlicher Unterbringung, elektiv oder notfallmäßig nach Kontakt mit dem AvD, ggf. auch als klinikinterne Verlegung erfolgen. Eine Verlegung auf eine offen geführte Station ist im Behandlungsverlauf in der Regel nach ausreichender Stabilisierung möglich.
Die Behandlung erfolgt durch ein multiprofessionelles Team (Ärzte, Psychologen, Fachpflege, Spezialtherapeuten, Sozialarbeiter, Genesungsbegleiter). Therapiepläne werden, angepasst an den aktuellen Gesundheitszustand, individuell erstellt. Hierzu erfolgt innerhalb von 24 Stunden nach Aufnahme eine fachärztliche Visite gemeinsam mit dem Behandlerteam zum Festlegen eines Behandlungsziels, der zu planenden Diagnostik sowie therapeutischer und organisatorischer Schritte. Je nach Krankheitsbild und dessen Schwere stehen neben tagesstrukturierenden, psychotherapeutischen und medikamentösen Maßnahmen auch alle anderen in der Klinik angebotenen Therapieformen zur Verfügung. In enger Kooperation mit Patienten, Angehörigen bzw. Betreuern und dem multiprofessionellen Team ist das Ziel der Behandlung, möglichst rasch eine Rückkehr in ein weitestgehend durch die Erkrankung möglichst wenig beeinflusstes Leben zu ermöglichen.
Station 2 - Rosengarten (Gerontopsychiatrie)
öffnen/schliessenDie Bewältigung akuter Krisen mit Eigen- und/oder Fremdgefährdung im Rahmen psychischer Erkrankungen erfordert häufig einen besonders geschützten Rahmen. Die Akutstation Rheingarten ist personell sowie baulich darauf ausgerichtet, Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen in gefährlichen Krisensituationen eine sichere und stabile Behandlung zu ermöglichen.
Als psychiatrische Intensivstation behandelt sie das gesamte Spektrum psychiatrischer Erkrankungen. Es stehen 24 beschützt geführte vollstationäre Behandlungsplätze in 13 hellen Ein- und Zweibettzimmern zur Verfügung. Ein großzügiger, ausschließlich von der Station nutzbarer Innenhof und ein weitläufiger Stationsgarten bieten zusätzliche Rückzugs- und Bewegungsmöglichkeiten.
Zur Erhöhung der Sicherheit verfügt die Station über einen besonders gesicherten, vom allgemeinen Bereich abgetrennten Abschnitt. Dieser dient der Reizreduktion, der engmaschigen Beobachtung bei akuter Eigengefährdung sowie der räumlichen Entlastung bei Anspannungszuständen. Ein eigener Tagesraum und bei Bedarf ein separater Zugang zum Innenhof gewährleisten auch hier Bewegung und Aufenthalt im Freien.
Aufnahmen sind bei entsprechender Indikation jederzeit möglich – freiwillig oder im Rahmen einer gesetzlichen Unterbringung, elektiv oder notfallmäßig nach Kontakt mit dem AvD sowie als klinikinterne Verlegung. Nach ausreichender Stabilisierung ist in der Regel eine Weiterbehandlung auf einer offen geführten Station möglich.
Die Behandlung erfolgt durch ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Psychologen, spezialisierten Pflegekräften, Therapeuten, Sozialarbeitern und Genesungsbegleitern. Innerhalb von 24 Stunden nach Aufnahme findet eine fachärztliche Visite zur Festlegung von Behandlungszielen, Diagnostik und weiteren therapeutischen sowie organisatorischen Schritten statt. Die Therapieplanung erfolgt individuell und orientiert sich am aktuellen Gesundheitszustand. Neben tagesstrukturierenden, psychotherapeutischen und medikamentösen Maßnahmen stehen alle weiteren in der Klinik angebotenen Therapieformen zur Verfügung. Ziel ist es, in enger Zusammenarbeit mit Patienten, Angehörigen oder Betreuern eine möglichst rasche Rückkehr in ein weitgehend selbstbestimmtes und durch die Erkrankung wenig beeinträchtigtes Leben zu ermöglichen.
Station 3 - Sonnenberg (Affektive Störungen)
öffnen/schliessenDie offen geführte Schwerpunktstation für affektive Erkrankungen Sonnenberg betreut vorwiegend Patienten mit depressiven oder bipolaren Erkrankungen sowie Angst- und Zwangsstörungen. Weiterhin hält die Station Behandlungsplätze für Patienten mit posttraumatischer Belastungsstörung vor. Die Aufnahmen erfolgen zumeist elektiv über unser Belegungsmanagement oder nach Behandlung von krisenartigen Zustandsbildern als Verlegung anderer Stationen. Patienten mit posttraumatischer Belastungsstörung werden nach individuellem Vorgespräch geplant aufgenommen. Die Station bietet 24 Behandlungsplätze in modernen Doppelzimmern mit Ausblick in das parkartige Gelände und das Rheintal.
Das Setting der Station Sonnenberg ist primär psychotherapeutisch ausgerichtet, wobei der Schwerpunkt im Bereich der kognitiven Verhaltenstherapie liegt. Ebenso kommen auch Ansätze aus dem CBASP oder der systemischen Therapie zum Einsatz. Die Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen erfolgt mit kognitiv-verhaltenstherapeutischem Konzept und expositionsbasiert. Psychotherapeutische Behandlungen umfassen einzeltherapeutische Sitzungen sowie Gruppentherapien.
Depressive Erkrankungen und Angsterkrankungen zählen zu den häufigsten psychiatrischen Störungsbildern. Ihre Entstehung ist multifaktoriell, weswegen wir moderne neuropsychiatrische Diagnostikmöglichkeiten inklusive Kernspintomographie (MRT) und voxelbasierter Morphometrie und Volumetrie, neuropsychologische Untersuchungen, Labordiagnostik, EKG und EEG sowie individuelle Anamnese und Verhaltensbeobachtung als Standardverfahren anbieten.
Wir arbeiten leitlinienorientiert und verbinden medikamentöse Behandlungsstrategien mit Psychotherapie und komplementären Therapieangeboten. Den Patienten steht ein multiprofessionelles Team bestehend aus Ärzten, Psychologen, Pflegekräften, klinischen Pharmazeuten, Ergo, Physio- und Sozialarbeitern sowie eine Genesungsbegleiterin zur Verfügung, das für eine optimale Diagnostik und Behandlung sorgt.
Wir arbeiten evidenzbasiert und bieten umfassende moderne Therapie-Verfahren an. Dazu gehören neben der Pharmakotherapie, und der Einzel- und Gruppenpsychotherapie ebenso Psychoedukation, spezifische Ergotherapie und Training der Alltags- oder sozialen Kompetenzen auch moderne und klassische Stimulationsverfahren. Hierzu zählen beispielsweise die repetitive transkranielle Magnetstimulation und die Elektrokonvulsionsbehandlung.
Unterstützt wird die Behandlung und Genesung durch Bewegung und Naturerfahrung, z.B. auf unserem weitläufigem Klinikcampus mit altem Baumbestand und denkmalgeschützten Gebäudeensembles oder in der umliegenden Kulturlandschaft des Rheingaus. Unsere Arbeit erfolgt patientenorientiert unter Berücksichtigung von persönlichen Ressourcen und mit Stärkung von Resilienz und Teilhabe.
Der hausinterne Sozialdienst berät in Hinblick auf berufliche oder rehabilitative Perspektiven sowie bezüglich der Inanspruchnahme gemeindenaher Hilfsangebote oder der Optimierung der häuslichen Versorgung. Der Erhalt von Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit steht hierbei stets im Vordergrund. Im Rahmen unseres Entlassmanagements planen wir den Übergang in teilstationäre Angebote oder Institutsambulanzen oder unterstützen bei der Suche ambulanter Therapieangebote.
Station 4 - Klosterberg (Stoffgebundene Abhängigkeitserkrankungen)
öffnen/schliessenDie offen geführte Schwerpunktstation für Suchterkrankungen Klosterberg umfasst eine niedrigschwellige, qualifizierte Entzugs- und Motivationsbehandlung. Sie dauert im Allgemeinen zwischen 2 und 3 Wochen.
Neben 11 modernen Doppelzimmern verfügt die Station über zwei hochwertig ausgestattete Wahlleistungszimmer.
Während des Aufenthalts erfolgt neben der Entgiftung eine eingehende modulare personalisierte sowie evidenz- und leitlinienorientierte Diagnostik und Behandlung.
Mithilfe unseres multiprofessionellen Teams werden neben der Informationsvermittlung zur Suchterkrankung vielfältige Bewegungs-, Ergo-, Sozio- und Gesprächspsychotherapeutische Zugänge zur Suchtproblematik angeboten. In der Behandlung kommt bei Bedarf auch leitliniengerecht Akupunktur (NADA) zur Anwendung.
Mithilfe professioneller Unterstützung werden Betroffene frühzeitig angeleitet, eine verbesserte psychische sowie körperliche Selbstwahrnehmung und Fürsorge für sich zu entwickeln. Dadurch ist es möglich, sich mit den individuellen Hintergründen der Suchtentstehung im therapeutischen Rahmen auseinanderzusetzen, das Verständnis der eigenen Sucht zu fördern und Strategien der Rückfallvorbeugung zu erarbeiten.
Ziel der stationären Behandlung ist die Motivation zur Veränderung des Umgangs mit dem Suchtmittel und zu einem Leben in nachhaltiger Abstinenz mit einer anschließenden suchtspezifischen Rehabilitationsbehandlung. Betroffene werden durch professionelle Hilfe im Umgang mit psychosozialen Folgeschäden unterstützt, in das ambulante Suchthilfesystem vor Ort und ggf. in eine anschließende Langzeittherapie vermittelt. Hier ist unter entsprechenden Voraussetzungen auch ein „Nahtlosverfahren“ möglich.
Station 5 - Goldberg (Primäre und sekundäre Psychosen)
öffnen/schliessenDie offen geführte Station Goldberg mit den Schwerpunkten primäre Psychosen (schizophrene Spektrumserkrankungen) und sekundäre Psychosen (psychotische Begleitsymptome z.B. bei Depressionen, Manie, Delir, nach Konsum psychotroper Substanzen, bei somatischen Erkrankungen) bietet 24 stationäre Therapieplätze in modernen Doppelzimmern an.
Psychose bezeichnet dabei eine Veränderung bzw. Beeinträchtigung der Wahrnehmung, des Fühlens, der Konzentration, des Denkens und Handelns, die in der Regel von einem gestörten Realitätsbezug begleitet ist. Beispiele für psychotische Symptome stellen Halluzinationen und Wahnerleben dar.
Eine akute Psychose stellt immer einen psychiatrischen Notfall dar, der medikamentös behandelt werden muss, um akute Eigen- und Fremdgefährdung zu reduzieren sowie langfristige Gehirnveränderungen, die sich prognostisch ungünstig auswirken können, zu vermeiden.
Um die psychotischen Symptome gezielt behandeln zu können, müssen sie diagnostisch einer psychiatrischen bzw. neuropsychiatrischen Grunderkrankung zugeordnet werden. Daher ist eine differenzierte Diagnostik (inkl. körperlicher/ neurologsicher Untersuchung, Labor, EKG, cMRT inkl. Quantifizierung, neuropsychologischer Testung, ggf. Lumbalpunktion, EEG) unerlässlich.
Den Patienten steht ein multiprofessionelles Team bestehend aus Ärzten, Psychologen, Pflegekräften, klinischen Pharmazeuten, Ergo, Physio- und Sozialarbeitern sowie ein Genesungsbegleiter zur Verfügung, das für eine optimale Diagnostik und Behandlung sorgt.
Wir arbeiten evidenzbasiert auf der Grundlage von Behandlungsleitlinien und bieten alle modernen Therapie-Verfahren an. Dazu gehören z.B. Pharmakotherapie, Einzel- und Gruppenpsychotherapie (Kognitive Verhaltenstherapie, Psychoedukation, spezifische Ergotherapie und Training der Alltagskompetenzen, moderne und klassische Stimulationsverfahren. Hierzu zählen beispielsweise die repetitive transkranielle Magnetstimulation und die Elektrokonvulsionsbehandlung.
Ziel ist es, in einer vertrauensvollen therapeutischen Beziehung gemeinsam mit den Patienten erreichbare individuelle Therapieziele zu entwickeln und den geeigneten Behandlungsplan festzulegen, um den konkreten Realitätsbezug herzustellen, Orientierung im Alltag zu finden und Beziehungen zu regulieren.
Da die meisten Patienten mit Psychosen in den Lebensbereichen Arbeit und Beruf, Wohnen, Freizeit und Kommunikation Unterstützungsbedarf aufweisen, ist die Hilfe unseres multiprofessionellen Teams unter dem Gesichtspunkt der sozialen Teilhabe besonders wichtig. Der Erhalt einer selbständigen Lebensführung und eine kontinuierliche Tagesstruktur außerhalb der Klinik werden dabei angestrebt.
Therapien und Behandlungsmethoden
Die Vitos Klinik Eichberg ist eine historische Psychiatrie, die es schon seit über 200 Jahren gibt. Aber sie ist auch eine moderne Klinik, die gesicherte Fortschritte der medizinischen Fachrichtungen zügig aufgreift, sich im Rahmen der Möglichkeiten einer Versorgungsklinik an Forschungsvorhaben beteiligt - und manchmal auch ein Vorreiter ist. Lesen Sie mehr über unsere Behandlungsmethoden.
Einen Auszug unseres Therapieangebots finden Sie hier:
Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT)
öffnen/schliessenDie Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) ist ein Therapieverfahren, das als störungsspezifisches Konzept zur Behandlung von chronisch suizidalen Patientinnen Anfang der 90er Jahre von der amerikanischen Psychologie-Professorin Marsha Linehan in Seattle (USA) entwickelt wurde.
Heute ist DBT die Methode der Wahl zur Behandlung der Borderline-Persönlichkeitsstörung. DBT basiert auf empirisch abgesicherten kognitiv-behavioralen Verfahren, integriert jedoch Strategien und Techniken aus anderen Therapiemethoden sowie fernöstliche Meditationstechniken (Achtsamkeit). Das Prinzip der DBT beruht auf der Balance zwischen Akzeptanz des Geschehenen und der Bereitschaft zur Veränderung.
Zunächst war das Verfahren als ambulante Therapie für Erwachsene in einem Setting von Einzeltherapie und Fertigkeitentraining in der Gruppe entwickelt. Inzwischen ist auch im stationären und teilstationären Rahmen eine DBT-Behandlung möglich.
Die Klinik Eichberg behandelt Patientinnen und Patienten mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung in durch den Dachverband DBT zertifizierten Behandlungseinheiten tagesklinisch oder ambulant.
Seit 2012 ist unsere Tagesklinik die erste vom Dachverband DBT zertifizierte Behandlungseinheit in Hessen. Seit 2017 ist auch die Ambulanz in Wiesbaden DBT-zertifiziert.
Lichttherapie
öffnen/schliessenEine Lichttherapie kann unterstützend zur Behandlung unterschiedlicher psychiatrischer Störungen eingesetzt werden, darunter Depression, Demenz oder Suchterkrankungen.
Empfohlen wird die Lichttherapie insbesondere bei Depressionsformen, die saisonal unterschiedlich ausgeprägt sind. Dabei treten die Symptome vor allem in der lichtarmen Jahreszeit (Herbst/Winter) stärker auf. Die Patientinnen und Patienten leiden dann im Rahmen ihrer depressiven Verstimmung unter einem vermehrten Schlafbedürfnis.
Die Lichttherapie kann antriebsfördernd und stimmungsaufhellend wirken. Bei der Lichttherapie sitzen die Patienten vor einem Beleuchtungsgerät. Die Augen müssen geöffnet sein, damit möglichst viel Licht auf die Netzhaut treffen kann. Die Lichtquelle sollte dabei eine Stärke von mindestens 2.500 Lux haben.
Patientinnen und Patient, die Lithium einnehmen oder eine Netzhauterkrankung haben, können diese Therapie meist nicht nutzen.
Elektro-Konvulsions-Behandlung (EKT)
öffnen/schliessenDie EKT wird insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit einer schweren, therapieresistenten und/oder wahnhaften Depression angewendet. Auch schwere und besondere Formen von Schizophrenie können damit behandelt werden.
Während der EKT befinden sich die Patientinnen und Patienten in einer Kurznarkose. Bei der Behandlung wird das Gehirn mit Stromimpulsen stimuliert, die wenige Sekunden andauern. Dadurch wird ein zerebraler Krampfanfall für etwa 20-40 sec. ausgelöst, der wahrscheinlich für die Stimmungsaufhellung verantwortlich ist.
Bei der EKT werden 2-3 mal pro Woche insgesamt sechs bis zwölf Einzelbehandlungen durchgeführt.
Die Wirksamkeit der EKT ist wissenschaftlich unumstritten. Etwa 70 – 90 % Prozent der Patientinnen und Patienten, die unter einer schweren Depression leiden, sprechen sehr gut auf dieses Stimulationsverfahren an. Die Behandlung hat relativ wenige Nebenwirkungen. Es kann aber zu meist vorübergehenden Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und der Sprache kommen.
Therapeutischer Spaziergang
öffnen/schliessenBei dem therapeutischen Spaziergang, den wir um die therapeutische „Schnitzeljagd“ erweitert haben, handelt es sich um eine der wirksamsten Therapiebausteine für alle psychischen Störungen, angefangen von Angst- und Zwangsstörungen bis hin zur Psychose.
Die Lage unserer Klinik im Rheingau bietet zudem die besten Voraussetzungen: direkt am Wald und von Weinbergen umgeben, erhalten die Patientinnen und Patienten nicht nur Bewegung, sondern auch noch Naturerfahrung.
Impressionen der Vitos Klinik Eichberg
Eindrücke von der Vitos Klinik Eichberg und dem sie umgebenden Landschaftsparks









