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An die Opfer denken

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Vitos Rheingau gGmbH

Vitos Rheingau erinnert zum 1. September an den Krankenmord in Hessen
Vitos nimmt den ersten September zum Anlass, um einmal mehr an die Geschichte der Opfer des Krankenmordes unter der nationalsozialistischen Diktatur zu erinnern. In vielen Vitos Einrichtungen wurden zwischen 1934 und 1945 Menschen aufgrund einer Behinderung oder einer psychischen Erkrankung zwangssterilisiert oder ermordet.

© Vitos Rheingau

„Es ist Vitos ein großes Anliegen, die Erinnerung an die Opfer der sogenannten Euthanasie der Nazis wach zu halten. Sie mahnen uns, mit den Menschen, die sich uns anvertrauen, stets vertrauenswürdig, wertschätzend und verlässlich zu interagieren“, sagt Reinhard Belling, Vitos Konzerngeschäftsführer.

Anders als in den vergangen Jahren findet die Gedenkfeier von Vitos Rheingau in diesem Jahr im Freien, neben der Kapelle am alten Friedhof, statt. Eingeladen ist aufgrund bestehender Corona-Richtlinien ein kleiner Kreis: die Angehörigen der auf dem Eichberg ermordeten Menschen.

Die Gäste werden von Dr. Martina Pitzer, der Klinikleitung der Vitos Klinik Rheinhöhe begrüßt. Als Leiterin der Kinder – und Jugendpsychiatrie ist das Gedenken am  1. September ein besonderes Anliegen für sie. „Es ist wichtig, dass wir immer wieder an die Gräueltaten erinnern, die an den schutzbedürftigsten unserer Gesellschaft begangen wurden. Diese Taten sollen uns allen eine Lehre für Heute sein“, eröffnet Dr. Pitzer die Gedenkfeier und übergibt dann an den diesjährigen Redner, Dr. Sebastian Schönemann, Leiter der Bereiche Wissenschaft und Ausstellung der Gedenkstätte Hadamar.

In seiner Rede beschreibt Dr. Schönemann das Schicksal zweier Kinder, die auf dem Eichberg ermordet wurden. Es sei wesentlich, den Opfern ihre Geschichten und Namen wieder zu geben und „sie aus der Vergessenheit hervorzuholen, weil die Täter und Zuträger der NS-Verbrechen sich darum bemühten, sie dem Vergessen zu überlassen.“, so Schönemann.

In seinen Schlussworten betont er: „Wir halten die Erinnerung an sie und das ihnen zugefügte Leid wach – als Mahnung für die Gegenwart und Zukunft“.

Nach der Rede von Dr. Schönemann verliest eine Patientin der Kinder- und Jugendpsychiatrie die Inschrift des Gedenksteins. Im Anschluss erfolgt die Niederlegung von Rosen auf dem Gedenkstein.

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