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Grabungen sollen Klarheit schaffen

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Gesellschaft:
Vitos Rheingau gGmbH

Vitos Rheingau und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge beginnen im Juni mit Feststellungsgrabungen auf dem Gelände des Kalmenhof-Krankenhauses in Idstein

Grabungen sollen Klarheit schaffen

Vitos Rheingau und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge beginnen im Juni mit Feststellungsgrabungen auf dem Gelände des Kalmenhof-Krankenhauses in Idstein

Eltville, 11. Mai. Die 2019 von Vitos Rheingau beauftragten Georadar-Untersuchungen auf dem Gelände des Kalmenhofs und den umliegenden Nachbargrundstücken haben den Verdacht erhärtet, dass auch auf weiteren Grundstücken Opfer der „Euthanasie“-Morde vergraben wurden.

Zur Prüfung der Ergebnisse der Georadar-Sondierungen hat sich Vitos Rheingau gemeinsam mit dem LWV dafür eingesetzt, dass über den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. sogenannte Feststellungsgrabungen erfolgen sollten. Die bereits für den Mai geplanten Bodenöffnungen mussten aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Reise- und Arbeitseinschränkungen verschoben werden. Sobald es dem für Umbettungen zuständigen Experten des Volksbundes möglich ist, von Brandenburg nach Hessen zu reisen, wird dieser den Auftrag umsetzen. Nach derzeitigem Stand der Planungen wird dies im Juni stattfinden.

Auf Basis der Sondierungen soll mit den Feststellungsgrabungen zunächst die Existenz sterblicher Überreste und vorhandene Grabstrukturen geprüft und einwandfrei bestätigt werden. In gemeinsamen Gesprächen wurden die einzelnen Maßnahmen und weiteren Schritte mit dem Hessischen Innenministerium, dem Regierungspräsidium Darmstadt und dem Landesamt für Denkmalpflege besprochen und festgelegt. Das zuständige Regierungspräsidium Darmstadt hat die Kostenübernahme für die Feststellungsgrabungen und allen damit verbundenen Folgekosten zugesagt.

„Mit den Feststellungsgrabungen gehen wir den eingeschlagenen Weg der Schaffung größtmöglicher Transparenz konsequent weiter. Damit gewinnen wir wertvolle Informationen, die wir in die Diskussion zur Erreichung eines würdigen Gedenkens einfließen lassen werden“, so Servet Dag, Geschäftsführer von Vitos Rheingau.

Allen am bisherigen Verlauf des Verfahrens beteiligten Personen und Institutionen hoffen daher sehr, dass die notwendigen Grabungen im Juni beginnen können und den Opfern mit den getroffenen Entscheidungen und Maßnahmen endlich gerecht zu werden.

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