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Kalmenhof-Krankenhaus in Idstein steht ab sofort mit Gräberfeld und Liegehalle als Sachgesamtheit unter Denkmalschutz

Datum:
Fachbereich:
Fachbereichsübergreifend
Gesellschaft:
Vitos Rheingau gGmbH
© Archiv des LfDH
Historische Postkarte der ehemaligen Heilerziehungsanstalt Kalmenhof

Die ehemalige Heilerziehungsanstalt Kalmenhof war in der Zeit des Nationalsozialismus
Zwischenstation auf dem Weg zur Tötungsanstalt Hadamar und Ort der Ermordung von
Kindern im Rahmen der sogenannten Kindereuthanasie. In dem 1926/27 von dem Frankfurter Architekten Friedrich Ronnefeldt erbauten Krankenhaus wurden Zwangssterilisationen und ab 1939 auch Tötungen durchgeführt. Bis zum Ende des Krieges starben in der Kinderfachabteilung des ausgebauten Dachgeschosses
719 Kinder und Jugendliche. Ab 1942 wurden die im Krankenhaus Ermordeten auf dem Klinikgelände vor allem in Massengräbern begraben. Die 1928 auf einer höher gelegenen Terrasse von Ludwig Miller erbaute Liegehalle diente in der NS-Zeit als Leichenhalle.

Seit dem 1. April steht die Sachgesamtheit aus Krankenhaus, Liege-(Leichen-)halle und dem seit 1984 als Gedenkort dienenden Gräberfeld aus geschichtlichen Gründen unter Denkmalschutz.

Mehr erfahren Sie in der Pressemitteilung des hessischen Landesamtes für Denkmalpflege

 

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