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Vitos begleitende psychiatrische Dienste

Für die Angebote der Vitos begleitenden psychiatrischen Dienste ist der ressourcenorientierte Blick wichtig: Alles, was die Bewohner selbst tun können, tun sie auch selbst: einkaufen, kochen, Wäsche waschen. Dazu kommen tagesstrukturierende Maßnahmen und Arbeitsangebote. Einer Arbeit nachzugehen gehört in unserer Gesellschaft zu den Grundvoraussetzungen für Wertschätzung und Annerkennung - das ist für psychisch kranke Menschen nicht anders, die häufig besonders unter dem Verlust des Arbeitsplatzes leiden. Hier sinnvolle Angebote zu schaffen, erhöht für die Betroffenen die Lebensqualität erheblich.
 
Historie
 
Durch die Psychiatrie-Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages (1971 bis 1975) wurde eine Psychiatriereform angestoßen. Bis dahin waren chronisch psychisch kranke Menschen oft jahrelang in psychiatrischen Kliniken untergebracht – ohne eigene Räumlichkeiten, ohne Rückzugsmöglichkeit, ohne Privatsphäre. Sie durften sich um nichts selbst kümmern: das Essen wurde gebracht, die Kleidung gewaschen, die Medikamente verabreicht – die Entmündigung war perfekt. Mit der durch die Psychiatrie-Enquete-Kommission angestoßenen Enthospitalisierung entstanden moderne Konzepte für die Betreuung und Integration chronisch psychisch kranker Menschen. Geschaffen wurden Wohnformen, die diesen Namen auch verdienen: aus Dauerverwahrung in psychiatrischen Krankenhäusern wurden Arbeits- und Tagesstrukturierungsangebote. Zusätzlich zu den Kliniken entstanden teilstationäre und ambulante Betreuungseinrichtungen.

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